Braunschweig 

"Go to Space ERIG" - Junge Wissenschaftler auf ihrem Weg ins All

Benedict Grefen (22), Jonas Sommerfeldt (20), Simon Harms (20), Johannes Becker (24) und Malte Kießling (18) sind stolz auf ihre signierte Raketenspitze.
Benedict Grefen (22), Jonas Sommerfeldt (20), Simon Harms (20), Johannes Becker (24) und Malte Kießling (18) sind stolz auf ihre signierte Raketenspitze.
Foto: Mareike van Gerpen

Braunschweig. Stolz halten sie die Raketenspitze in der Hand, die noch kurz zuvor der Astronaut Alexander Gerst signiert hat. Die Studenten der Technischen Universität Braunschweig forschen an neuen Raketentechniken und haben auch schon eine eigene entwickelt.

Beim Deutschen Luft- und Raumfahrtkongress vom 13. bis zum 15. September in der Braunschweiger Stadthalle haben die angehenden Wissenschaftler nun die Möglichkeit, ihre Arbeit und sich selbst vorzustellen.

"Wir bauen unsere eigenen Raketen und machen Höhenforschungsexperimente" erklärt Benedikt Grefen (22). Im Oktober 2015 haben sie ihre selbst gebaute Rakete "Faust" in Nordschweden gestartet. Angetrieben wird "Faust" mit Hybridtechnik, die die Studenten selbst entwickelt haben.

Ihr ganz persönliches Highlight haben die Jungs allerdings schon hinter sich. Der Astronaut Alexander Gerst sich kurz vor seinem Impulsvortrag Zeit genommen, sich die Forschungsergebnisse von ERIG anzuschauen. Am Ende des Gesprächs ließ er es sich nicht nehmen, eine Raketenspitze zu signieren. "Go to Space ERIG" steht nun auf der rotglänzenden Oberfläche.

Für Malte Kießling (18) war dieses Treffen etwas ganz Besonderes. "Das war auf jeden Fall mein persönliches Highlight für diese Woche - wahrscheinlich sogar für das ganze Jahr." Es sei schon etwas Besonderes, wenn man feststellt, das auch ein Astronaut wie Gerst so schön menschlich geblieben ist. "Er ist auf jeden Fall ein absolutes Vorbild für uns alle" so Malte weiter.

Rund 20 Studenten sind teil der ExperimentalRaumfahrt-Interessengemeinschaft, kurz ERIG. Die Studenten kommen aus unterschiedlichen Fachrichtungen und arbeiten gemeinsam Experimentalraketen und einen Kleinsatelliten.

Ob die angehenden Wissenschaftler selber einmal in eine Rakete steigen werden, ist noch nicht sicher. "Wir entwickeln und bauen eigentlich die Raketen am Boden. Die Astronauten machen dann im All ihre Experimente und können dort ihr Fachwissen anwenden. Dafür sind sie dann auch extra ausgebildet." erklärt Benedict Grefen, Student für Maschinenbau und Luft- und Raumfahrt. Die Jungs würden schließlich für die Menschheit forschen und nicht, um persönliche Erfolge zu erlangen. Dennoch wollen sie alles daran setzen, einmal mitzufliegen: "Einmal mit einem Raumschiff ins All fliegen, "das wäre schon ein Traum." erzählt Malte Kießling.

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