Braunschweig 

"Erfrieren muss keiner": So hilft die Region ihren Obdachlosen

Ein Obdachloser sitzt bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mit seinem Hund zwischen Decken und Matratzen unter einer Brücke. (Archivbild)
Ein Obdachloser sitzt bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mit seinem Hund zwischen Decken und Matratzen unter einer Brücke. (Archivbild)
Foto: dpa

Braunschweig/Helmstedt. Bei den eisigen Temperaturen bis Minus 10 Grad, ist jeder Gang nach draußen meist kein angenehmer. Während sich der Großteil der Bürger tunlichst in die warmen Räume ihrer Wohnung oder Hauses zurückzieht, gibt es für die sozial Schwachen und Obdachlosen oft wenig Rückzugsorte und Schutz vor der Kälte.

Seit der Winter sich von den Temperaturen von der frostigen Seite zeigt, erleben Tagestreffs wie das "Iglu" in der Wilhelmstraße in Braunschweig regen Zulauf. "Wenn es kälter es wird, haben wir auch mehr Besucher. Bei uns können sie sich dann warm duschen und eine warme Mahlzeit einnehmen," sagt eine Mitarbeiterin des Tagestreffs. Für ein paar Stunden können die Menschen im "Iglu" der Kälte entfliehen, Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in den Räumlichkeiten allerdings nicht.

Zur Not in Doppelbelegung

"Zu uns in den Tagestreff kommen auch selten wirklich Obdachlose. Wir betreuen in der Regel sozial Schwache bei ihren Alltagsproblemen. Diese Menschen haben aber einen Wohnsitz oder zumindest einen Platz in einer Unterbringung," sagt Barbara Horn, Leiterin des Treffs.

Obdachlose ohne Wohnsitz und feste Unterbringung kommen bei den eisigen Temperaturen in der Wohnungslosenunterkunft "An der Horst" unter. Seit gut eineinhalb Wochen steige die Zahl der Unterkunftsuchenden stark an, berichtet ein Mitarbeiter.

Noch seien Kapazitäten frei um Personen unterzubringen. "Auch wenn wir hohe Belegungszahlen haben, erfrieren muss keiner! Zur Not regeln wir das mit Doppelbelegung."

Betreuung im "Meilenstein"

Auch im Tagestreff "Meilenstein" in Helmstedt steigt die Besucherzahl im Winter merklich an. "Es gibt immer besondere Hochs was die Besucherzahl angeht. Sowohl in der Jahres-, als auch Tageszeit," sagt Alfred Blankenburg, Leiter des Tagestreffs. "Wenn es kälter wird nehmen viele das Angebot einer warmen Mahlzeit am Mittag gerne an. Dementsprechend voll ist es dann zu der Zeit."

Im "Meilenstein" werden wie im "Iglu" hauptsächlich sozial Schwache betreut. Da es "in Helmstedt so gut wie keine Obdachlosen gibt," so Blankenburg, ist die Betreuung den Tag über besonders wichtig. Fälle von akuter Wohnungslosigkeit werden bei der Ambulanten Hilfe für Alleinstehende Wohnungslose behandelt.

"Diese Fälle sind meist von kurzer Dauer, aber die Vermittlungsfunktion übernehmen wir gerne. Viele Menschen sind überfordert mit der Situation und wir begleiten sie dann soweit, dass sie zumindest ein Dach über dem Kopf haben."

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