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Braunschweig 

Rechtsextreme Zelle: Braunschweiger äußert sich

Am Mittwoch, 25. Januar, hatte die Generalbundesanwaltschaft bundesweit Hausdurchsuchungen bei den sechs Verdächtigen und einem mutmaßlichen Unterstützer durchgeführt und dabei Sprengstoff und Waffen gefunden.
Am Mittwoch, 25. Januar, hatte die Generalbundesanwaltschaft bundesweit Hausdurchsuchungen bei den sechs Verdächtigen und einem mutmaßlichen Unterstützer durchgeführt und dabei Sprengstoff und Waffen gefunden.
Foto: dpa
  • Zelle soll aus bis zu 18 Personen bestehen.
  • Angeblich Anschläge auf mehrere Gruppen geplant.
  • Mann aus Braunschweig äußert sich.

Hannover/Braunschweig. Die in der vergangenen Woche ausgehobene mutmaßliche rechtsterroristische Gruppe soll mehr Mitglieder haben als bisher bekannt. Das geht aus Ermittlungsakten hervor, die Reporter des NDR Politikmagazin "Panorama 3" einsehen konnten. Laut Ermittlungsbehörden soll sich eine Zelle aus insgesamt zwölf bis 18 Personen gebildet haben. Einige dieser Personen sind bisher nicht identifiziert.

Generalbundesanwalt ermittelt

Der Generalbundesanwalt führt gegen Teile der Gruppe ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Sechs von ihnen sind namentlich bekannt. Zwei der Verdächtigen sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Es bestehe der Verdacht, dass die Gruppe Anschläge auf Polizisten, Juden, Muslime und Asylbewerber geplant habe.

Am Mittwoch, 25. Januar, hatte die Generalbundesanwaltschaft bundesweit Hausdurchsuchungen bei den sechs Verdächtigen und einem mutmaßlichen Unterstützer durchgeführt und dabei Sprengstoff und Waffen gefunden.

Stellvertreter noch unbekannt

Unter den Inhaftierten ist der mutmaßliche Kopf der Bande, der als "Druide" bekannte Burghard B. aus Baden-Württemberg. Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass B. einen Stellvertreter habe, der jedoch bisher nicht identifiziert werden konnte. Die Gruppe soll sich mehrfach an unterschiedlichen Orten konspirativ getroffen haben. Einzelne Verdächtige haben sich darüber hinaus über den Bau von Waffen ausgetauscht und offenbar Modelle angefertigt.

Die Generalbundesanwaltschaft wollte die NDR Informationen am Montag nicht kommentieren. Ob und wie viele untergetauchte Terrorverdächtige es gebe, ließ ein Sprecher gegenüber "Panorama 3" offen.

Braunschweiger kritisiert "jüdischen Einfluss"

Mit einem der Beschuldigten, der aus Braunschweig stammt und im Siegfriedviertel wohnt, konnte ein Team von "Panorama 3" über die rechtsextreme Zelle sprechen. Er kritisiert den angeblich zu hohen Einfluss von Juden.

Im Interview dementiert der Beschuldigte die terroristischen Aktivitäten, bestätigt jedoch Treffen der Gruppe. Dabei sei es um Möglichkeiten der Selbstverteidigung und Vorbereitungen auf einen möglichen Krieg gegangen.

Beschuldigter bei Bragida?

Nach Recherchen des "Bündnis gegen Rechts" handelt es sich bei dem Verdächtigen aus Braunschweig um einen 35 Jahre alten Mann. Das bestätigte die Polizei Braunschweig gegenüber news38.de.

Laut Bündnis solle der Mann regelmäßig bei den rechtgerichteten "Spaziergängen" des Braunschweiger Pegida-Ablegers "Bragida" dabei gewesen sein, heißt es in einer Mitteilung. Außerdem sei er auch als Redner bei rechten Parteien wie der Partei "Die Rechte" und der NPD aufgetreten.

Ausschnitte aus dem Interview zeigt "Panorama 3" in der Sendung am 31. Januar um 21.15 Uhr.

Der Druide "Burgos von Buchonia"
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Manche Schulen werden bestreikt. (Symbolbild)
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