Braunschweig 

Unfallstatistik: Braunschweig auf einem guten Weg

  • Weniger Unfälle.
  • Weniger Tote.
  • Mehr ältere Schwerverletzte.

Braunschweig. Die Polizeiinspektion Braunschweig hat ihre Unfallstatistik für das vergangene Jahr vorgelegt. Die Unfälle auf den Autobahnen sind darin nicht enthalten, so die Polizei am Montag, 20. März.

Erfreulich: Laut Statistik hat es im vergangenem Jahr wieder weniger gekracht auf den Straßen. 8.464 Unfälle gab es, das waren 205 weniger als im Vorjahr. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben.

Bei ihnen handelte es sich um einen 87-jährigen Fahrradfahrer und um eine 76-jährige Fahrerin eines Elektrorads. Auch insgesamt waren mit 697 wieder mehr Fahrradfahrer an Unfällen beteiligt (Vorjahr 649).

1.120 Menschen wurden bei Unfällen im Stadtgebiet verletzt, darunter 74 Kinder. Die meisten Kinder hatten Fahrradunfälle. Im Jahr davor waren es insgesamt noch 33 Verletzte mehr. Schwer verletzt wurden im vergangenen Jahr 157, leicht verletzt 961 Menschen.

Alkohol und Drogen

Im letzten Jahr verunglückten im Stadtgebiet 79 Autofahrer unter Alkoholeinfluss. Im Vorjahr waren es noch 102, die betrunken in einen Unfall verwickelt waren. Zusätzlich zog die Polizei 234 (241) betrunkene Fahrer bei Verkehrskontrollen aus dem Verkehr.

Ebenfalls bei Verkehrskontrollen fielen im vergangenen Jahr 80 (51) Autofahrer auf, die illegale Drogen konsumiert hatten. Das bedeutet eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um knapp 57 Prozent. Neun der Fahrer bauten dann auch einen Unfall.

Unfallfluchten

Im letzten Jahr flüchteten 1.744 Autofahrer nach einem verschuldeten Unfall – 136 weniger als davor. 677 (669) Fluchten konnte die Polizei danach aufklären.

Die drei Hauptursachen für Unfälle waren wie auch zuletzt schon:

  1. Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren und beim Ein- und Anfahren
  2. Mangelnder Abstand
  3. Missachtung der Vorfahrt oder des Vorrangs

Positives Fazit

Mit der Unfallstatistik 2016 für das Stadtgebiet Braunschweig liegt ein im Zehn-Jahresvergleich ausgeglichener Zahlenspiegel vor. Trotz nach wie vor anhaltend hoher und vereinzelt wachsender Verkehrsdichte haben die Unfallzahlen und vor allem die Zahl der bei Unfällen in der Stadt verletzten und getöteten Menschen abgenommen.

Direktor verspricht Spagat

Kriminaldirektor Walter Kirchhoff, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Braunschweig, sagte zu den Zahlen: "Der Individualverkehr wird immer dichter, immer komplexer. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Straßenverkehr werden gleichzeitig älter. Die Polizei in Braunschweig wird weiterhin daran arbeiten, den schwierigen Spagat zwischen Verkehrssicherheit und einer freien und leichten Beteiligung am Straßenverkehr zu gewährleisten.."

Kommentare einblenden
Braunschweig 

Mit zwei Promille: Drei geparkte Autos gerammt

Ins Röhrchen pusten konnte die Autofahrerin immerhin noch (Symbolbild).
Ins Röhrchen pusten konnte die Autofahrerin immerhin noch (Symbolbild).
Foto: dpa
Mehr lesen