Braunschweig 

Rechtes Gedankengut bei Thuringia – Studenten besorgt

Burschenschafter in ihrer Uniform (Symbolbild)
Burschenschafter in ihrer Uniform (Symbolbild)
Foto: dpa

Update: Die Burschenschaft Thuringia hat sich in einer offenen Stellungnahme zu den Vorwürfen geäußert: "Wir sehen die Sorge um eine rechtsextreme Einstellung unserer Referenten als unbegründet an", so die Braunschweiger Verbindung. Man bemühe sich außerdem weitere Referenten aus anderen politischen Lagern für die Veranstaltung zu gewinnen.

Braunschweig. Ein sogenanntes "Deutschlandseminar" plant die Braunschweiger Burschenschaft Thuringia, sehr zum Unmut des AStA der TU Braunschweig. Dieser machte seiner Sorge mit einer Mitteilung an die Presse Luft. "Wir als Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) sehen darin einen Versuch, an der Universität einen Ort der Vernetzung für Angehörige der Neuen Rechten und Rechtsextremen zu schaffen", heißt es in der Meldung.

Das Leitthema der Veranstaltung sei "Die Bewahrung unserer Identität". Auf der Gästeliste steht laut AStA etwa Dr. Dr. Thor von Waldstein, ehemaliger Bundesvorstand der Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) und der dazugehörigen Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN).

TU besorgt

Auch der TU liegt das Schreiben des AStA vor. "Wir nehmen das natürlich ernst. Unsere Rechtsabteilung befasst sich derzeit mit dem Fall", sagt Pressesprecherin Elisabeth Hoffmann. Die Verwaltung werde die Burschenschaft noch um eine Stellungnahme bitten. "Wir sind eine weltoffene Hochschule mit vielen internationalen Studierenden, die hier freundlich und mit Respekt aufgenommen werden", sagt Hoffmann weiter.

"Dergleiche Veranstaltungen sind uns nicht neu", macht Wolfgang Klages, Sprecher der Polizei Braunschweig, deutlich. Man rechne mit Protesten. Der Umfang dieser sei allerdings noch nicht absehbar.

Erst im Februar war es im Zuge eines sogenannten "Zeitzeugenvortrags" vor dem Gebäude der Burschenschaft zu Protesten gekommen.

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