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Polizeieinsätze: Weißes Pulver in mehreren Gerichtsgebäuden

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Update: Bei dem Pulver handelte es sich wahrscheinlich um Puderzucker, wie ein Sprecher des Innenministeriums von Baden-Württemberg nach einer ersten Untersuchung sagte. Als Puderzucker hatte sich zuvor bereits Pulver erwiesen, das im Amtsgericht Eisleben in Sachsen-Anhalt entdeckt worden war. Auch Funde in München und dem oberbayerischen Wolfratshausen stellten sich den Angaben zufolge als harmlos heraus.

Berlin. In mehreren Bundesländern ist verdächtiges weißes Pulver in Gerichtsgebäuden aufgetaucht. Bis Mittwochmittag wurden Fälle aus Gera in Thüringen, Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern und Coburg in Bayern bekannt. Überall dort rückten Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr aus. Ob die drei Fälle zusammenhängen, war noch offen. Das Bundeskriminalamt (BKA) habe keine Informationen, sagte eine Sprecherin in Wiesbaden. Das Pulver wurde am Mittwoch jeweils in den Poststellen der Justizgebäude entdeckt.

In Gera wurden zwei Mitarbeiter ins Krankenhaus gebracht. Sie waren mit einem Brief mit dem Pulver direkt in Kontakt gekommen. Der Polizei zufolge blieben sie augenscheinlich unverletzt. Ein Gebäude, in dem mehrere Gerichtsverhandlungen anberaumt waren, wurde gesperrt.

Amtsgericht evakuiert

In speziellen Schutzanzügen sei es Spezialisten der Feuerwehr gelungen, die noch unbekannte Substanz in einem Sicherheitsbehälter zu verwahren, hieß es. Er wurde zur Untersuchung in ein Labor ins thüringische Bad Langensalza gebracht. Ein Ergebnis werde frühestens am Nachmittag erwartet, sagte die Sprecherin des Landgerichts Gera, Kerstin Böttcher-Grewe. So lange werde das Gebäude gesperrt bleiben müssen. Radioaktivität habe bereits ausgeschlossen werden können.

In Ludwigslust wurde das Amtsgericht gesperrt. Niemand komme hinein oder heraus, sagte ein Polizeisprecher. Die Poststelle sei evakuiert worden. Beide Mitarbeiter der Poststelle seien augenscheinlich unversehrt. Einem der beiden sei am Vormittag beim Öffnen eines gewöhnlichen Postbriefes ein weißes Pulver entgegengerieselt.

Auch in Coburg liefen die Untersuchungen noch. Hier war das Pulver einem Polizeisprecher zufolge ebenfalls in der Poststelle des Gerichtsgebäudes aufgetaucht. Weitere Details zu dem Vorfall gab die Polizei zunächst nicht bekannt.

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Anschlag in Berlin: Opfer erhalten Entschädigung

Ein Mann trauert um die Opfer von Berlin.
Ein Mann trauert um die Opfer von Berlin.
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  • Zwölf Menschen starben, Dutzende wurden verletzt.
  • Folgen des Terroranschlages in Berlin für Angehörige und Opfer stehen noch nicht fest.
  • Erste schnelle finanzielle Hilfe gibt es aber schon.
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