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Flüchtlinge misshandelt? Wachleute vor Gericht

Das heutige Flüchtlingsheim in Lingen. zuvor waren die Flüchtlinge in einer Sporthalle untergebracht.  (Archivbild)
Das heutige Flüchtlingsheim in Lingen. zuvor waren die Flüchtlinge in einer Sporthalle untergebracht. (Archivbild)
Foto: dpa

Lingen. Zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes müssen sich wegen des Vorwurfs, Flüchtlinge misshandelt zu haben, von Dienstag, 7. Februar, an vor dem Lingener Amtsgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden 28 und 36 Jahre alten Männern vor, in einer Flüchtlingsunterkunft in Lingen im Dezember 2015 drei pakistanische Flüchtlinge in einem Toilettenraum eingesperrt und später geschlagen zu haben.

Kopf gegen Wand

Gemeinsam sollen sie einen nach dem anderen aus dem Raum herausgeholt und schwer misshandelt haben. Einem der Opfer sollen sie gegen den Kopf und den Körper geschlagen haben und den Kopf auch gegen eine Wand geschlagen haben, so dass der Mann Prellungen und einen Nasenbeinbruch erlitten haben soll.

Die ganze Nacht

Auch die beiden anderen Pakistaner sollen der Staatsanwaltschaft zufolge geschlagen worden sein - einer von ihnen so stark, dass er kurz davor stand, das Bewusstsein zu verlieren. Die Angeklagten sollen daher zwei Sanitäter gerufen haben. Erst am nächsten Morgen sollen die drei Flüchtlinge von anderen Personen aus dem Raum befreit worden sein. Die Angeklagten bestreiten die Vorwürfe.

Bald Beschwerdestelle?

Nach Angaben des Flüchtlingsrates Niedersachsen sind ähnlich gravierende Vorwürfe aus noch keiner anderen niedersächsischen Flüchtlingsunterkunft bekanntgeworden. Es gebe aber immer wieder Klagen über missbräuchliche Gewaltanwendung. Notwendig sei eine Aufsichtsbehörde für Flüchtlingsunterkünfte und eine Beschwerdestelle, erklärte der Flüchtlingsrat.

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Streit um "Bauernregeln": Meyer stellt sich hinter Landwirte

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Bündnis90/Die Grünen)
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Foto: dpa
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