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Erstmals: Deutscher Korrespondent in der Türkei festgenommen

 Der deutsche Journalist Deniz Yücel, Türkei-Korrespondent der "Welt".
Der deutsche Journalist Deniz Yücel, Türkei-Korrespondent der "Welt".
Foto: dpa

Istanbul.  Erstmals ist während des Ausnahmezustandes in der Türkei ein deutscher Journalist in Polizeigewahrsam genommen worden. Der Türkei-Korrespondent der "Welt", Deniz Yücel, hatte sich der Polizei in Istanbul bereits am Dienstag, 14. Februar, gestellt, wie seine Redaktion am Freitag, 17. Februar, bestätigte.

Den Anwälten des 43-Jährigen sei gesagt worden, dass gegen ihn wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation, wegen Terrorpropaganda und wegen Datenmissbrauchs ermittelt werde.

Dabei scheint es um gehackte E-Mails zu gehen, die vom Mailkonto von Energieminister Berat Albayrak stammen sollen, dem Schwiegersohn von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. Yücel hatte über die von einer Gruppe namens Redhack verbreiteten Mails zwei Artikel verfasst. Redhack gilt in der Türkei als Terrororganisation.

Yücel besitzt sowohl die deutsche als auch die türkische Staatsbürgerschaft. Aus Sicht der türkischen Behörden ist er damit ein einheimischer und kein ausländischer Journalist. Nach Angaben der "Welt" wurde Yücels Istanbuler Wohnung durchsucht, nachdem der Korrespondent sich der Polizei gestellt hatte.

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Die Angeklagten Gari N. (links), neben seiner Anwältin Helga Zeller-Holzapfel und Andreas D. (rechts) neben seinem Anwalt Marco Lund sitzen im Gerichtssaal des Amtsgericht Lingen.
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Foto: dpa
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