Wolfenbüttel 

Ärztehaus-Brand: Stadt setzt Belohnung aus

Die brennbare Dämmfassade des Ärztehauses bot den Flammen reichlich Nahrung.
Die brennbare Dämmfassade des Ärztehauses bot den Flammen reichlich Nahrung.
Foto: Feuerwehr Wolfenbüttel/Tobias Stein

Wolfenbüttel.  Im Fall des ausgebrannten Ärztehauses hat die Stadt Wolfenbüttel jetzt eine Belohnung ausgesetzt. Die Stadt teilte am Freitag, 21. April, mit, dass Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, mit 2.000 Euro belohnt werden.

Die Ermittler gehen nach wie vor davon aus, dass der Inhalt zweier Altpapiercontainer, die unmittelbar am Ärztehaus abgestellt waren, vorsätzlich in Brand gesetzt worden sind.

Bürgermeister Pink empört

Wolfenbüttels Bürgermeister Thomas Pink zeigte sich im Gespräch mit Vertretern der Presse empört und ehrlich sauer, über die ganz offensichtlich kopflos begangenen Taten: Wir sprechen hier nicht von einem Kavaliersdelikt, sondern von einer Straftat. Der oder die Täter haben mit ihrer Zündelei in Kauf genommen, dass hohe Sachschäden entstehen und Menschen verletzt oder sogar ums Leben kommen. Das nehmen wir nicht hin." Man sei den schnell angerückten Hilfskräften sehr dankbar, dass sie mit ihrem Einsatz Schlimmeres vermieden haben.

In der Nacht von Ostersonntag auf Ostermontag war das Ärztehaus nahezu völlig ausgebrannt. Eine Apothekerin konnte sich noch rechtzeitig aus dem Haus retten - sie hatte Notdienst.

Intensive Ermittlungen

Die Polizei Wolfenbüttel hatte daraufhin in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Braunschweig intensive Ermittlungen mit einer zwischenzeitlich eingerichteten Ermittlungsgruppe aufgenommen. Auch Beamte aus Salzgitter unterstützen die Ermittlungen.

Mittlerweile seien die Ermittlungen an den Brandorten abgeschlossen. Auch Zeugen und Anwohner seien befragt worden. Nicht nur das Ärztehaus brannte, sondern auch Strohballen in Achim und Altpapiercontainer in Ohrum sowie in Wolfenbüttel am Buschkopf, am Rehmanger, am Wasserwerk und am Lessingplatz.

Die Ermittler der Polizei erhoffen sich nach wie vor weitere Hinweise aus der Bevölkerung. So sind insbesondere Beobachtungen verdächtiger Personen, aber auch verdächtiger Fahrzeuge an den verschiedenen Brandorten, von besonderer Bedeutung. Mittlerweile gehe man davon aus, dass die Brände gegen 0.30 am Ostermontag gelegt worden sind. Alle Beobachtungen, die nach dieser Uhrzeit gemacht worden sind, können zum Ergreifen der Brandstifter führen. Hinweise nehmen die Polizisten unter 05331/9330 entgegen.

Service-Telefon der Apotheke

Wann die Praxen im Ärztehaus wieder öffnen, hänge derzeit noch von Gutachten ab. Allerdings konnte bereits die Praxen für Gynakologie und Gastroenterologie wieder öffnen. Auch für Kunden der Medicus-Apotheke wird gesorgt. "Wir haben ein kostenfreies Servicetelefon für unsere Kunden eingerichtet. Ab Montag sind wir unter der Rufnummer 05331/1063 erreichbar" berichtet Inhaberin Silvia Wolter.

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