Wolfsburg 

Venga-Abbruch: Das sagt der Veranstalter

Im Congress-Park ist die Venga-Party aus dem Ruder gelaufen.
Im Congress-Park ist die Venga-Party aus dem Ruder gelaufen.
Foto: Mareike van Gerpen

Wolfsburg/Großenhain. Nach dem spontanen Abbruch der Venga-Party im Wolfsburger Congress-Park hat sich jetzt der Veranstalter, Peter Beier, zu Wort gemeldet. Er weist in einer Mitteilung am Montag, 20. März, alle Verantwortung für das Chaos von sich.

"Noch nie erlebt"

Man sei seit gut zwei Jahren mit dieser Partyreihe in ganz Deutschland unterwegs. "Unser Verantwortungsbereich liegt darin bei Technik und Bühnenprogramm. Noch nie mussten wir dabei solche negativen Erfahrungen machen wie leider in Wolfsburg, wo nach einem angeordneten Einlasstopp durch den Congress-Park noch Gäste mit gültigen Tickets vor dem Eingang standen und von Mitarbeitern der zuständigen Security abgewiesen wurden", so der Eventmanager in seiner Stellungnahme.

Man müsse hier deutlich betonen, dass exakt 3.000 Tickets (Vorverkauf und Abendkasse) verkauft wurden – und somit zum Zeitpunkt des Einlass-Stopps die Kapazitätsgrenze des Hauses nicht erreicht sein konnte. "Wir sind im Congress-Park an Verträge gebunden, welche vorgeben, dass der Congress-Park der Besteller des Einlass- und Garderobendienstes und der Evakuierungshelfer ist", so Beier weiter.

"Zahlen weitergegeben"

Damit liege auch die Sicherheit und das dazugehörige Sicherheits- und Einlasskonzept in den Händen des Hauses. "Da wir in regelmäßigen Abständen vor der Veranstaltung die Zahlen der bereits verkauften Tickets an den Congress-Park durchgegeben haben und bereits einige Tage vor der Veranstaltung klar war, dass die Veranstaltung ausverkauft sein wird."

Daher sei es für ihn unverständlich, warum man nicht mehrere Eingangsschleusen geplant hat und warum der Raucherbereich nicht, wie wohl üblich, an einem Seitenausgang errichtet wurde. "Um Verbesserung dieser Situation wurde von uns bereits wenige Minuten nach Einlass Beginn gebeten. Dies wurde leider nicht umgesetzt!"

Die Zuständigkeit für die Garderobe und damit auch die Haftung für verlorengegangene Kleidungsstücke habe ebenfalls beim Congress-Park gelegen. "Gäste, denen etwas abhanden gekommen ist, sollten sich bitte direkt an den Congress-Park wenden." Oder Ihr schaut mal in die eigens gegründete Facebook-Gruppe, in der sich einige Gäste austauschen.

Alarm-Ursache unklar

Auch sei die Autovision GmbH, welche laut Vertrag für die Gastronomie im Haus verantwortlich sei, mit der Veranstaltung offenbar überfordert gewesen: Es seien zu wenig Getränke bereitgestellt worden und man habe nicht dafür sorgen können, dass Gläser und Flaschen zurück an die Theken kommen – "was im Ergebnis eine völlig vermüllte Location zur Folge hatte; und das nach nur kurzer Zeit." Informationen zur Auszahlung der nicht genutzten Wertmarken solle zeitnah durch den Congress-Park erfolgen.

"Wo und durch wen der Feueralarm um 1:50 Uhr ausgelöst wurde ist bisher leider immer noch nicht bekannt, weshalb wir dazu keine Aussage treffen können", teilte der Eventmanager mit.

Zweite Chance

Man habe leider nicht mehr rechtzeitig auf die Missstände reagieren können. "Gern geben wir aber allen in der Sache beteiligten Partnern eine weitere Chance auf eine gemeinsame erfolgreiche Veranstaltung mit verbessertem Sicherheits- und Gastronomie Konzept."

Hintergrund: Die "Venga Venga"-Party war in der Nacht zu Sonntag aus dem Ruder gelaufen und vorzeitig beendet worden.

news38.de hat den Congress-Park ebensfalls um eine Stellungnahme gebeten.

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