Wir haben neue Artikel für dich

Wolfsburg 

Pläne für Laagberg: Gedenkstätte Neuengamme ist dafür

Die Ausgrabungsstätte direkt an der Breslauer Straße in Wolfsburg.
Die Ausgrabungsstätte direkt an der Breslauer Straße in Wolfsburg.
Foto: Mareike van Gerpen

Wolfsburg. Am Laagberg sind bei Bauarbeiten Überreste von Baracken gefunden worden, die eins zum Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme gehörten. Jetzt soll dort eine Erinnerungsstätte entstehen. Zu diesen Plänen hat sich nun auch die Gedenkstätte des KZ-Neuengamme zu Wort gemeldet und unterstützt das Vorhaben der Stadt.

"Die Pläne, die Barackenfundamente der Gefangenenbaracke vier des Außenlagers Laagberg des KZ-Neuengamme zu verlegen, stellen eine keineswegs unübliche Praxis des Verlegens eines historischen Fundes dar", betont Oberbürgermeister Klaus Mohrs das geplante Verfahren. Diese Vorgehensweise wird auch von Detlef Garbe, dem Leiter der Gedenkstätte KZ-Neuengamme, unterstützt. Auch in anderen Gedenkstätten finde man entsprechende Lösungen.

Fundamente sollen sichtbar sein

In Wolfsburg sei dieser Schritt auch vertretbar, da die Fundamentreste am historischen Ort der Gefangenenbaracke eins als Exponat sichtbar gemacht werden sollen. Auf diesem Geländeteil des Außenlagers standen unter anderem ein Wachturm und der Trafo, der den elektrischen Zaun, welcher das Gefangenenlager umgab, mit Strom versorgte.

Der anvisierte Standort bietet demnach eine Vielzahl an Möglichkeiten, die Orte des vergangenen Geschehens zu veranschaulichen. Es gehe der Stadt Wolfsburg darum, eine Erinnerungs- und Bildungsstätte am Standort des ehemaligen Lagers zu präsentieren.

Ort der Erinnerung schaffen

Am Laagberg, auf dem Gelände des ehemaligen Außenlagers des KZ-Neuengamme, soll eine Erinnerungs- und Bildungsstätte errichtet werden. Die dort in den vergangenen Wochen bei archäologischen Untersuchungen freigelegten Überreste einer Baracke des Konzentrationslagers auf dem Laagberg wird die Stadt geschichtswissenschaftlich aufarbeiten. Die Vorschläge werden dann in einer Vorlage zusammengefasst und dem Rat der Stadt zur Beschlussfassung vorlegt.

Die Stadt Wolfsburg sei sich des historischen Kontextes dieses Ortes und dessen Bedeutung für die ehemaligen KZ-Häftlinge sowie ihrer Angehörigen bewusst. Die sichtbar gewordenen baulichen Reste legen aufgrund ihrer unerwarteten Vollständigkeit und guten Erhaltungszustand vor allem im nördlichen Bereich Zeugnis ab für die frühe Stadtgeschichte der Stadt Wolfsburgs. Sie ermöglichen einen authentischen Eindruck der menschenunwürdigen Lebensbedingungen der KZ-Häftlinge.

Wolfsburg 

Investor gefunden – für 2.000 neue Wohnungen

Die Groth Sahle Projektentwicklung GmbH & Co.KG (vertreten durch v.l.: Antonia Kinze, Henrik Thomson, Friedrich Sahle und Klaus Groth) würden gerne mit der Stadt Wolfsburg (vertreten durch v.l. Oberbürgermeister Klaus Mohrs und Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide) das Neubaugebiet zwischen Nordsteimke und Hehlingen entwickeln.
Die Groth Sahle Projektentwicklung GmbH & Co.KG (vertreten durch v.l.: Antonia Kinze, Henrik Thomson, Friedrich Sahle und Klaus Groth) würden gerne mit der Stadt Wolfsburg (vertreten durch v.l. Oberbürgermeister Klaus Mohrs und Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide) das Neubaugebiet zwischen Nordsteimke und Hehlingen entwickeln.
Foto: Stadt Wolfsburg
Mehr lesen