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Goslar: Fall Karsten M. wird immer unheimlicher! Liegt seine Leiche an einer Fake-Baustelle?

Goslar: Fall Karsten M. wird immer unheimlicher! Liegt seine Leiche an einer Fake-Baustelle?

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Im Fall Karsten M. aus Goslar gehen die Ermittler einmal mehr in die Offensive. Sie haben einen gruseligen Verdacht... Foto: IMAGO / xcitepress (Collage)

Der Vermisstenfall Karsten M. aus Liebenburg (Goslar) wird immer unheimlicher.

Wahrscheinlich ist der 51-Jährige ermordet worden. Davon geht die Polizei Goslar zumindest stark aus…

Goslar: Bundespolizist soll Karsten M. umgebracht haben

Vor gut zwei Wochen hatten die Beamten einen dringend Tatverdächtigen festgenommen – der Mann ist 50 Jahre alt und Bundespolizist. Ausgerechnet. Er sitzt in U-Haft.

Die Ermittlungen der eingerichteten Mordkommission „Fortuna“ laufen weiter auf Hochtouren – denn die Leiche von Karsten M. wurde noch nicht gefunden…

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Den Ermittlern sind jetzt aber sehr merkwürdige Einkäufe des Verdächtigen aufgefallen. Für sie gebe es „trotz intensiver Bemühungen im derzeit bekannten persönlichen Umfeld des Beschuldigten keine nachvollziehbaren Beweggründe“, heißt es von der Polizei Goslar.

Goslar: Beschuldigter kauft Baustellen-Teile

Das Besondere: Gefunden wurden die Gegenstände bisher nicht… Ebenfalls auffällig: Der Verdächtige hat die Gegenstände gekauft, als die Mord-Ermittlungen öffentlich wurden.

Er hat am 20. April zwei Rasengitterplatten sowie acht Baustahlmatten gekauft. Zehn Tage später kaufte er dann noch acht Bauzaunelemente sowie acht Betonfüße. Für seine Käufe nutzte der 50-Jährige aus Othfresen verschiedene Mietfahrzeuge (Transporter / Anhänger).

Die Ermittler stellen jetzt folgende Fragen:

  • Wem aus dem persönlichen Umfeld des Beschuldigten sind diese Einkäufe bzw. Bauaktivitäten bekannt?
  • Wer aus seinem Bekannten- und Freundeskreis kann nähere Angaben zu einer möglichen Baustelle machen?
  • Wer aus dem persönlichen Umfeld des Beschuldigten hat evtl. von diesem die Bauzäune für seine eigenen Bautätigkeiten geliefert bekommen?

Die Vermutung der Mordkommission: Der Tatverdächtige könnte die Leiche von Karsten M. irgendwo abgelegt oder vergraben haben – und die Stelle dann als Baustelle getarnt umzäunt haben. Womöglich im Bereich des Expo-Geländes in Hannover oder am Flughafen Langenhagen.

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Vielleicht steht der Bauzaun immer noch – die Umzäunung dürfte eine Fläche von maximal 50 Quadratmeter umfassen. Ist dir zufällig so etwas aufgefallen? Und, arbeitet dort niemand?

Dann melde dich unbedingt bei der Polizei Goslar unter der Rufnummer 05321/3390 oder rufe einfach irgendeine andere Polizeidienststelle an.

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Mehr zu dem Fall:

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Karsten M. war am 13. April spurlos verschwunden. Es starteten mehrere große Suchaktionen, auch mit Mantrailern. Schon früh war die eingesetzte Mordkommission „Fortuna“ von einem Gewaltverbrechen ausgegangen. Es gab entsprechende Blutspuren. Drei Tage nach dem Verschwinden von Karsten M. fanden sie seinen blauen VW Caddy auf dem Messegelände Hannover.

Opfer und Beschuldigter sollen eng befreundet gewesen sein. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler handelt es sich um eine Beziehungstat. Bei einem Konflikt zwischen den Männern könnte es um eine Frau gegangen sein, teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig mit. (ck)