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Lehrerstreik in der Region – diese Schulen betrifft's

Kurzurlaub für die Schüler in der Region: Der Unterricht fällt heute aus. Denn die Lehrer streiken.
Kurzurlaub für die Schüler in der Region: Der Unterricht fällt heute aus. Denn die Lehrer streiken.
Foto: Susanne Schmedt

Region38. Im Tarifkonflikt mit den Bundesländern hat die Lehrergewerkschaft GEW für Donnerstag, 9. Februar, Warnstreiks angekündigt. Bei der zweiten Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder Ende Januar hätten die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt, begründete Rüdiger Heitefaut von der GEW Niedersachsen die Arbeitsniederlegung. Von den Streiks betroffen sind auch folgende Schulen in unserer Region:

  • Hans-Würtz-Schule, Braunschweig
  • Oswald-Berkhan Schule, Braunschweig
  • Friedrich von Schiller Schule, Wolfsburg
  • Peter-Pan-Schule, Wolfsburg
  • Eichendorffschule, Peine
  • Astrid-Lindgren-Schule, Peine
  • Grundschule Woltwiesche, Peine
  • Grundschule in der Südstadt, Peine
  • Freiherr-vom-Stein-Schule, Gifhorn
  • Gesamtschule Rühen, Gifhorn
  • Peter-Räuber-Schule, Wolfenbüttel

Wie Susanne Schmedt, Heilpädagogin an der Hans-Würtz-Schule und Vorstandsmitglied des GEW-Kreisverbands Braunschweig, mitteilt, werden sich Sozialpädagogen, Therapeuten, Schulsozialarbeiter, Heilerziehungspfleger, Schulassistenten und tarifbeschäftigte Lehrer an dem Ausstand beteiligen. Sie legen die Arbeit nieder, um an einer Demonstration in Hannover teilzunehmen, zu der GEW, Verdi und die Polizeigewerkschaft aufgerufen haben.

An den Braunschweiger Förderschulen wird der Unterricht wegen des Streiks ausfallen; die Betreuung der Schüler ist dort aber weiterhin gesichert. Die Eltern wurden von der Schulleitung vorab informiert. Ihnen steht es frei, ihre Kinder zur Schule zu schicken oder zu Hause zu behalten.

Von anderen Schulen stoßen nur vereinzelt Lehrkräfte zum Streik hinzu; darum wird der Unterricht dort weitgehend reibungslos fortgesetzt. Weitere Lehrerstreiks sind in Niedersachen nicht geplant.

Busse nach Hannover

Ein weiterer Schwerpunkt der Streiks werden laut Verdi in Niedersachsen die Straßen- und Autobahnmeistereien sein. Aus dem Verdi-Bezirk Süd-Ost-Niedersachsen sollen sechs Busse nach Hannover fahren, wo am Mittag neben der Demonstration auch eine Kundgebung geplant ist.

"Wir fühlen uns ein bisschen verarscht", kommentierte Frauke Neumann von der Staßenbauverwaltung. Die Wolfenbüttelerin ist schon mehrfach für die Forderungen des Öffentlichen Dienstes auf die Straße gegangen - und sie sieht ein festes Muster in der Verhandlungsstrategie der Arbeitgeber: "Immer nach der zweiten Runde heißt es, dass unsere Forderungen zu hoch sind - dann müssen wir raus" zu Demonstrationen. Erst dann gebe es eine Einigung.

Auch Dirk Böhm, Straßenwärter bei der Autobahnmeisterei Rüningen, sieht den heutigen Streik im Öffentlichen Dienst als nötig an: "Es wird immer rumgeeiert" - im Vergleich zu Bundesbediensteten zahle des Land seinen Mitarbeitern "vier Prozent weniger". Deshalb sei die von der Gewerkschaft Verdi erhobene Forderung nach sechs Prozent mehr gerechtfertigt.