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So fahrradfreundlich ist die Region 38

Trotz Aktionen wie dem Sattelfest bewerten die Radfahrer unsere Region eher mittelmäßig bis schlecht.
Trotz Aktionen wie dem Sattelfest bewerten die Radfahrer unsere Region eher mittelmäßig bis schlecht.
Foto: dpa

Region 38. "Macht Radfahren in Deiner Stadt Spaß oder ist es Stress?" Mit dieser Frage hat der Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) im Herbst 2016 mehr als 120.000 Radfahrer aus 539 Städten und Gemeinden aufgerufen, ihre Städte und deren Qualitäten für Radfahrer zu bewerten. Jetzt stehen die Ergebnisse fest.

Das Ergebnis: Die bewerteten Städte in unserer Region liegen mit einer 3,8 eher in einem Bereich, in dem es noch Handlungsbedarf gibt. Die vom Bundesverkehrsministerium mit 150.000 Euro geförderte Umfrage soll zeigen, wie fahrradfreundlich die Städte in Deutschland sind.

Region 38 im Mittelfeld

Braunschweig mit einer Einwohnerzahl von über 200.000 Einwohnern belegt laut der Umfrage den 7 Platz von insgesamt 39 bewerteten Städten. Besonders positiv bewerteten die Befragten die gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums sowie viele für Radfahrer geöffnete Einbahnstraßen. Bemängelt hatten die Befragten die schlechten Möglichkeiten, Fahrräder auch in öffentlichen Verkehrsmitteln zu transportieren sowie die schmalen Radwege in der Stadt. Damit hat Braunschweig ganze acht Plätze im Verleich zu 2014 gut gemacht. Damals landete Braunschweig auf Rang 15.

Wolfsburg tritt in der Stadtgrößenklasse 100.000 bis 200.000 Einwohner an und belegt Platz 15 von 38. Auch hier seien besonders die Ziele in der Innenstadt gut zu erreichen und auch Einbahnstraßen für Radler geöffnet. Allerdings sei die Ampelschaltung für Radfahrer nicht optimal und man fühle sich oft unsicher im Mischverkehr mit Autos.

Viele Radeln, sind aber oft aufgeschmissen

Die Städte Wolfenbüttel und Salzgitter werden in der Kategorie 50.000 bis 100.000 Einwohner bewertet. Wolfenbüttel belegt Platz 23, Salzgitter nur Platz 85 von 98. In Salzgitter wurde besonders bemängelt, dass die Radwege holprig und uneben seien. Auch der Winterdienst fehle an vielen Stellen. Positiv sei aber, dass viele Bewohner sich auf das Rad schwingen.

In Wolfenbüttel gebe es nur wenige Möglichkeiten, den Drahtesel mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu transportieren und an Baustellen seien Radfahrer oft auf sich allein gestellt. Positiv sei aber die gute Erreichbarkeit von Zielen mit dem Rad und auch die gute Wegweisung.

Helmstedt und Gifhorn treten in der Kategorie unter 50.000 Einwohner an. Dort belegt Helmstedt den Platz 152, Gifhorn landet auf Platz 213 von 364. In Helmstedt werde die Führung für Radfahrer an Baustellen vernachlässigt und auch die Ampelschaltung für Radler lasse zu Wünschen übrig. Positiv sei aber, dass dort das Radfahren Spaß mache und viele gut zu erreichen seien. Dies gilt auch für Gifhorn. Doch auch in der Mühlenstadt sind die Radwege wenig komfortabel ausgebaut und es bestehe wenig Möglichkeit, Räder zu leihen.

Münster bleibt Spitzenreiter

Münster in Westfalen bleibt unangefochten die fahrradfreundlichste Stadt in Deutschland. Bei dem regelmäßigen Test ist das Münsterland auch sonst eine Radlänge voraus: In ihrer jeweiligen Städte-Kategorie belegen Bocholt und Reken jeweils den ersten Platz. Neu unter den Spitzenreitern sei Göttingen.

Neben den Spitzenreitern haben die Tester "Aufholer" gekürt. Das sind Städte, die im Vergleich zum Test 2014 aus der Sicht der Radler die größten Verbesserungen erreichten. Dazu zählen aktuell Bochum, Marburg, Pforzheim und Baunatal (Hessen).

Der ADFC ermittelte die Fahrradfreundlichkeit deutscher Städte zum siebten Mal. Noch mehr Informationen gibt es auf der interaktiven Karte des ADFC.

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Symbolbild
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