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Mülheim: Libanesin zieht Messer bei Abschiebung – SEK-Einsatz!

In Mülheim gab es am Donnerstagmorgen einen SEK Einsatz an einer städtischen Unterkunft.
In Mülheim gab es am Donnerstagmorgen einen SEK Einsatz an einer städtischen Unterkunft.
Foto: Rene Anhuth / ANC-NEWS

Mülheim. SEK-Einsatz in Mülheim!

Mit mehreren Spezialkräften operierte die Polizei in Mülheim an einer städtischen Unterkunft. Im Vorfeld war die Situation dort eskaliert.

Mülheim: SEK Einsatz an städtischer Einrichtung

Beamte der Zentralen Ausländerbehörde wollten am Donnerstagmorgen gegen 5:45 Uhr Mitglieder einer libanesischen Familie aus einer städtischen Einrichtung holen, um sie nach Spanien zu überstellen. Dort waren die 39-jährige Frau sowie ihre drei Kinder (10, 16 und 19) zuerst in die Europäische Union geflüchtet.

Gemäß dem Dubliner Übereinkommen muss der Asylantrag der Familienmitglieder deswegen auch in Spanien geprüft werden.

Die Zentrale Ausländerbehörde traf in Mülheim die 39-jährige Mutter und einen ihrer minderjährigen Söhne an. Die beiden anderen Kinder (10, 19) nahm die Polizei bereits zuvor in ihre Obhut.

Daraufhin soll die Mutter ein Messer gezogen haben und sich dieses an ihren Hals gehalten haben. Dadurch habe eine Gefahr für sie selbst, als auch den anwesenden Sohn und weitere Beteiligte bestanden.

Lage spitzte sich zu

Zeitgleich hielt sich der 16-jährige Sohn der Frau am Fenster auf. Die Beamten vermuteten einen Fluchtversuch des Jungen.

Aufgrund der schwierigen Lage verständigten die Einsatzkräfte vor Ort das SEK. Die Spezialeinheit der Polizei führte die Frau und ihren Sohn gegen kurz vor 9:00 Uhr aus dem Gebäude. Das Haus wurde geräumt, die Familie vor Ort betreut und anschließend der Stadt übergeben.

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Die Ausländerbehörde entscheidet nun über weitere Maßnahmen gegen die Mutter, den 16-Jährigen sowie die weiteren Kinder der Frau.

Gegen die 39-Jährige und den Sohn wird von der Polizei wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. (dav)