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Kreuzfahrt: Passagier sagt seine Schiffsreise ab – doch dann wird er bitter enttäuscht

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So hatte er sich seine Schiffs-Reise sicher nicht vorgestellt. Eigentlich wollte ein Passagier im März mit dem Kreuzfahrt-Dampfer von Tui dem Sonnenuntergang entgegen schippern. Wegen Corona wurde die Kreuzfahrt abgesagt. Als er die Buchung endgültig storniert, wird er bitter enttäuscht.

Kreuzfahrt-Schiffe sind regelrechte Infektions-Herde für Corona. In den letzten Monaten wurde einige Schiffe gestoppt und sogar im Hafen festgehalten, weil dort das Coronavirus ausgebrochen ist.

Kreuzfahrt-Kunde nach Stornierung der Schiffsreise sauer

So musste zum Beispiel die „Diamond Princess“ im Februar zwei Wochen im Hafen von Tokio anlegen. Die Passagiere durften nicht von Bord. Sie waren auf dem Kreuzfahrt-Dampfer in Quarantäne. Sechs Menschen starben auf dem Kreuzfahrt-Schiff.

Anschließend wurden alle Fahrten erstmal abgesagt. Da einige Gäste die Reise nicht verschieben wollen, stornierten sie. So auch Martin G. Doch seitdem ist nicht viel passiert.

Auf der Facebookseite von Tui Cruises Mein Schiff stellt er das Unternehmen zur Rede. Er schreibt: „Tui Cruises hat bei mir jedes Vertrauen verloren. Für meine im März stornierte Reise habe ich noch immer nicht mein Geld erhalten. Fristsetzungen werden missachtet, das Geld trotz Zusagen nicht überwiesen. Ich war langjähriger begeisterter Kunde von Tui Cruises, aber dieses Verhalten lässt mich an der Seriosität zweifeln.“

Sein Resümee: „Statt erholsamen Urlaub nur Stress und Ärger.“

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Das das Kreuzfahrt-Unternehmen Tui:

  • Reisekonzern mit Sitz in Berlin und Hannover
  • 1968 gegründet
  • Größtes Touristik-Unternehmen Europas
  • Über 71.000 Mitarbeiter
  • Umsatz 2019: 18,9 Milliarden Euro
  • Das Touristikunternehmen betreibt unter anderem Hotels, Flugreisen. Reisebüros und Kreuzfahrten

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Einen Tag später meldet sich auch Tui zu Wort. Das Kreuzfahrt-Unternehmen antwortet auf den Post: „Es tut uns leid, dass Sie enttäuscht sind und Ihre Erstattung noch nicht erhalten haben. Die aktuelle Lage stellt uns vor völlig neue Herausforderungen und unsere Kollegen bearbeitet täglich hunderte Stornierungen. Wir werden uns auch schnellstmöglich um Ihre Buchung kümmern. Wir bitten um Entschuldigung für den zeitlichen Verzug.“

Doch Martin hat diese Entschuldigung nicht zum ersten Mal gehört. Ihm soll bereits am 11. Juni zugesagt worden sein, dass sein Geld für die Kreuzfahrt-Reise schon bald überwiesen wird. Doch bisher blieb der Kontoauszug leer.

Kreuzfahrt-Kunde schaltet Anwalt ein

Er ist sauer: „Ich bin davon überzeugt, dass Ihre Kunden wissentlich getäuscht werden, um mit deren Geldern Liquidität im Unternehmen zu halten. Wieso schafft es AIDA ihren Kunden schon vor Wochen die abgesagten Reisen zu erstatten und ihr Unternehmen ist damit überfordert? Habe ich wohl bei der falschen Kreuzfahrtgesellschaft gebucht.“

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Laut Passagier liegt der Fall nun bei seinem Anwalt, der das Geld gerichtlich einziehen lassen will.

Nicht jeder kann die Verärgerung des Kreuzfahrt-Fans verstehen. Eine Nutzerin kommentiert den Post. Sie schreibt: „Das sind die Deutschen, jammern auf hohem Niveau. Mein Gott, hab doch einfach mal bisschen Nachsehen! Die versuchen ihr Bestes!“ (ldi)

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