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Coronavirus: 15 Millionen Tiere werden nach Corona-Mutation getötet – von ihnen geht DIESE große Gefahr aus

Coronavirus: Die dänische Regierung hat einen brutalen Entschluss gefasst und die Tötung von Millionen Tieren angeordnet. (Symbolbild)
Coronavirus: Die dänische Regierung hat einen brutalen Entschluss gefasst und die Tötung von Millionen Tieren angeordnet. (Symbolbild)
Foto: imago images / Christian Ohde; imago images / blickwinkel (Montage: DER WESTEN)

Das Coronavirus zwingt Regierungen immer wieder zu drastischen Maßnahmen – so auch jetzt in Dänemark.

Die dänische Regierung hat einen heftigen Entschluss gefasst: Alle (!) Nerze im Land sollen getötet werden! Die Rede ist von mehreren Millionen Tieren. Doch was hat diese Massen-Notschlachtung mit der Eindämmung des Coronavirus zu tun?

Coronavirus: Dänemark ordnet Tötung aller Nerze im Land an

Wie Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Mittwoch in Kopenhagen erläuterte, sei das Coronavirus unter den Nerzen mutiert und wurde von den kleinen Mardern bereits auf den Menschen übertragen. Die große Sorge: Ein künftiger Impfstoff gegen Covid-19 könnte bei Patienten mit einer solchen mutierten Virus-Erkrankung möglicherweise nicht seine erhoffte Wirkung entfalten.

Bei zwölf Menschen im Norden Jütlands sei bereits eine mutierte Version des Coronavirus Sars-CoV-2 festgestellt worden, sagte Frederiksen. Zugleich warnte sie davor, dass die Mutation sich nicht nur auf weitere Teile Dänemarks, sondern auch im Rest der Welt ausbreiten könnte.

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Aus Angst vor weiteren Mutationen ordnete Dänemark nun die Tötung aller Nerze im Land an.

15 bis 17 Millionen Tiere betroffen

Dänemark gilt als der weltweit größte Produzent von Nerzfellen. Im Land gibt es derzeit 1139 Zuchtfarmen und etwa 15 bis 17 Millionen Nerze. Nach Angaben der dänischen Behörden sind bereits auf mehr als 200 Farmen Corona-Fälle festgestellt worden. Auf 67 Farmen wurde der Pelztierbestand bereits getötet. Die Nerzzüchter werden entschädigt, wie Lebensmittelminister Mogens Jensen sagte.

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Die Niederlande hatten nach ähnlichen Ausbrüchen von Corona bei Nerzen Anfang Juni beschlossen, alle Pelztiere auf den betroffenen Farmen zu töten.

Pelztierhaltung in mehreren EU-Ländern verboten

Die Nerz-Zucht wird von vielen Tier- und Umweltschützern schon lange als unmenschlich angesehen. In den Niederlanden stimmte die Regierung bereits 2013 für die Schließung von mehr als hundert Nerz-Farmen – bis zum 1. Januar 2024 haben die Betreiber dafür Zeit.

Seit dem Jahr 2000 haben Österreich, Belgien, Luxemburg, Slowenien, Kroatien, die Tschechische Republik, die Slowakei und das Vereinigte Königreich die Pelztierhaltung verboten, berichtet „National Geographic“. Irland, Bulgarien und Litauen arbeiten an einer ähnlichen Regelung.

In Deutschland gibt es seit 2019 keine Nerz-Farmen mehr. Ein generelles Verbot gibt es nicht, allerdings sind die Tierschutz-Auflagen so hoch, dass der letzte Züchter im vergangenen Jahr seinen Betrieb schloss. (at, mit dpa)