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NRW: Fall Greta (†3) – Gutachten legt schrecklichen Verdacht nahe

NRW: Die kleine Greta starb im Mai 2020 – ein Gutachten offenbart nun Erschreckendes.
NRW: Die kleine Greta starb im Mai 2020 – ein Gutachten offenbart nun Erschreckendes.
Foto: dpa

Der Mordfall Greta (†3) sorgte bundesweit für Entsetzen. Im November startete der Prozess gegen die Erzieherin in NRW, die die Dreijährige erstickt haben soll. Ein Gutachten legt nun einen schrecklichen Verdacht nahe.

Im Prozess um den Tod des Kitakinds Greta im niederrheinischen Viersen (NRW) hat eine Rechtsmedizinerin ihr Gutachten vorgetragen.

Demnach hat die Obduktion keinerlei Hinweise auf schwere Vorerkrankungen des Mädchens wie Durchblutungsstörungen und Organschäden, auf Vergiftungen oder einen plötzlichen Herztod ergeben. Daher komme nur eine mechanische Ursache für den folgenschweren Sauerstoffmangel in Frage, sagte die Medizinerin am Donnerstag vor dem Landgericht Mönchengladbach.

NRW: Mordfall Greta (†3) – Gutachten legt schrecklichen Verdacht nahe

In dem Prozess muss sich seit Mitte November eine 25-jährige Erzieherin aus Geldern am Niederrhein in NRW wegen Mordes verantworten.

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Das ist das Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW):

  • ist das bevölkerungsreichste Bundesland mit 17.947.221 Einwohnern (Stand: Dezember 2019)
  • Landeshauptstadt: Düsseldorf
  • größte Stadt: Köln
  • seit 1949 ein Bundesland der Bundesrepublik Deutschland
  • Ministerpräsident ist Armin Laschet (CDU), Regierungsparteien sind CDU und FDP

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Die Anklage wirft ihr vor, Greta am Mittag des 21. April in einer Kita in Viersen im Schlaf die Luft so massiv abgedrückt zu haben, dass das Mädchen knapp zwei Wochen später an den Folgen des Sauerstoffmangels starb.

Bei Greta habe es „keine äußeren Verletzungsbefunde“ gegeben, sagte die Rechtsmedizinerin weiter. „So kann man nicht sagen, was konkret den Atemstillstand verursacht hat.“ Sie gehe davon aus, dass Greta entweder der Brustkorb zusammengedrückt oder sie erstickt wurde.

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Hinweise auf vorsätzlich herbeigeführte Erstickungsanfälle haben sich der Gutachterin zufolge auch bei den drei anderen Kleinkindern gefunden, die die Erzieherin laut Anklage zuvor auf gleiche Weise in anderen Kindertagesstätten misshandelt haben soll. Sie hatten im Gegensatz zu Greta die Attacken überlebt.

Der behandelnde Chefarzt der Viersener Klinik hatte bei der Untersuchung von Greta auf deren Augenlidern starke punktförmige Einblutungen (Petechien) als Hinweise auf gewaltsames Ersticken entdeckt und die Polizei verständigt. Die Vermutung der Verteidiger, sie seien bei der Reanimation durch den Notarzt entstanden, hält die Rechtsmedizinerin für unwahrscheinlich. Ihr sei kein solcher Fall bekannt.

NRW: Motiv im Fall Greta immer noch völlig unklar

Das Motiv für die Taten ist bisher völlig rätselhaft. Die Angeklagte hatte zum Prozessauftakt über ihre Verteidiger alle Vorwürfe pauschal bestritten.

Der Prozess gegen die ehemalige Kita-Angestellte aus NRW soll am 12. Januar fortgesetzt werden. Dann sollen die Polizisten aussagen, die die angeklagte Deutsche vernommen hatten. Anschließend soll die psychiatrische Sachverständige ihre Gutachten erstatten. (dpa)