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NRW: Eltern sauer auf Landesregierung – „Bleibt das Minus auf dem Konto“

NRW: Viele Eltern sind sauer, denn sie müssen weiter Kita-Gebühren zahlen, obwohl viele Kinder schon lange nicht mehr dort hingehen können. (Symbolbild)
NRW: Viele Eltern sind sauer, denn sie müssen weiter Kita-Gebühren zahlen, obwohl viele Kinder schon lange nicht mehr dort hingehen können. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / photothek

Essen. In der Corona-Krise müssen viele Kinder zu Hause von Kita und Schulen bleiben. Das stellt Eltern in NRW vor Herausforderungen.

Umso mehr sorgt für Frust bei ihnen, dass die Beiträge für betreute Kinder in NRW weiterhin gezahlt werden sollen.

NRW: Eltern sauer auf Landesregierung wegen Kita-Gebühren

Es sei ein „großes Ärgernis“, dass die Gebühren für OGS, 8-1 und Kita einfach weiterlaufen, „egal ob nutzbar oder nicht“, schildert Hendrik Härtig, Vorsitzender des Eltern der Essener Schulen e.V.

„Hinter den politischen Kulissen wird da auf dem Rücken der Eltern gestritten, wer genau wie viel bezahlen soll – für uns Eltern bleibt das Minus auf dem Konto“, bringt er das Dilemma vieler Eltern auf den Punkt.

Der Ball wird zwischen Land und Kommunen hin- undhergespielt. Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) sagte laut „WAZ“ kürzlich bei der Ratssitzung zum SPD-Vorschlag, Eltern die Gebühren für Februar und März zu erlassen: „Das ist das falsche Signal zum jetzigen Zeitpunkt. Wir schwächen damit die Verhandlungs-Position der Kommunen“.

Duisburgs OB Link hat der Landesregierung geschrieben

Auch Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link hat sich dazu nochmal schriftlich an die Landesregierung gewandt. „Wer seine Kinder zuhause betreut und möglicherweise noch im Homeoffice arbeitet, ist einer hohen Belastung ausgesetzt. Daher möchten wir durch die Beitragserstattung ein deutliches Signal der Unterstützung an die Familien senden. Das Land muss sich hier erneut beteiligen“, so Sören Link.

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Und was sagt das Land? Auf DER WESTEN-Anfrage erklärte ein Sprecher des Familienministeriums: „Wir werden in der Landesregierung prüfen, wie stark die pandemiebedingten Einschränkungen der Betreuungszeiten gewesen sind und ob wir angesichts der Belastung des Haushalts für die Stabilisierung des Systems rückwirkend erstatten können.“

Das klingt ganz, als ob Eltern noch eine Weile auf ihren Kita-Gebühren sitzen bleiben. (ms)