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Rewe: Kunden schockiert von Zuständen bei Fleisch-Lieferant – „Pfui Teufel, so ein Abfall wird einem verkauft“

Rewe: Die Erfolgsgeschichte der Supermarktkette

Rewe: Die Erfolgsgeschichte der Supermarktkette

Die Rewe Group mit Sitz in Köln ist eine der größten Handelskonzerne Deutschlands. Zu ihr zählen nicht nur die Supermarktkette Rewe. Dazu gehört auch Penny, Toom, Billa in Österreich, DER Touristik Deutschland und Lekkerland.

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In Sachen Fleischkonsum hat sich einiges geändert. Wenn schon Fleisch, dann wenigstens von Tieren aus guter Haltung, von hoher Qualität und selbstverständlich frisch, denken sich viele. Ob diese Kriterien auch auf das bei Rewe verkaufte Fleisch zutrifft, stellt so manch einer aktuell in Frage. „Was für ein Skandal!“, findet auch „oekoreich“, eine unabhängige Bürgerinitiative zur Förderung von Ökologie und Nachhaltigkeit, die sich über die Zustände beim Fleischlieferanten von Rewe beklagt.

Denn laut Recherchen wurden bei einer gigantischen Fleischfabrik von Rewe jetzt eklatante Hygienemängel festgestellt, die auch bei den Kunden für Entsetzen sorgen.

Rewe: Zustände bei Fleisch-Lieferant sorgen für Entsetzen bei Kunden

Bereits 2016 sollen Missstände in der Fleischfabrik Frankfurt am Main dokumentiert worden sein. Wie jetzt der „Hessische Rundfunk“ (HR) berichtet, sind die Vorwürfe eines Inspektorats sehr lang.

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Die Vorwürfe reichen dabei von Schimmelabfall in der Kühlanlage über andere erhebliche Hygienemängel bis hin zu fehlenden Waschmöglichkeiten für Angstellte und Rost an Betriebsmitteln. Die Rewe-Fleischfabrik produziert wöchentlich 1,35 Millionen Kilo Fleisch.

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Das ist Rewe:

  • Rewe wurde 1927 in Köln gegründet
  • Damals schlossen sich 17 Einkaufsgenossenschaften zusammen
  • Der Name leitet sich von „Revisionsverband der Westkauf-Genossenschaften“ ab
  • Es gibt rund 3.300 Rewe-Filialen (Stand 2020)

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Der milliardenschwere Konzern soll anscheinend Rückendeckung von der Stadt Frankfurt erhalten. Wie ein ehemaliger Lebensmittelkontrolleur dem HR berichtet, seien die Prüfberichte von den Verantwortlichen erst verzögert ausgehändigt worden. Zudem sei die Kontrolldichte viel zu gering und die Anzahl der erhobenen Proben sei „ein Witz“, so der Kontrolleur.

Rewe: „Pfui Teufel! So ein Abfall wird einem verkauft“

Strafzahlungen sollen gering ausgefallen sein. Lediglich zwei Bußgelder sollen eingehoben worden sein. Aus den Recherchen des „Hessischen Rundfunks“ geht hervor, dass Beanstandungen nach längerer Zeit immer noch nicht behoben worden sind.

Auch die Kunden zeigen sich geschockt von den Zuständen. So schreibt ein Mann auf Facebook: „Pfui Teufel! so ein Abfall wird einem verkauft. Das ist das Hundefutter, das wir bekommen um den Sonntagsbraten zu machen.“ Eine andere findet, dass „man wieder einmal sieht, wie die großen Konzerne kontrolliert werden. So was ist ein Skandal!“

Unter dem Beitrag von „oekoreich“ auf Facebook reagiert Rewe und äußert sich. „Wir können die Bedenken nachvollziehen und können euch versichern, dass die von den Behörden festgestellten baulichen Mängel aus den Jahren 2020 oder früher keinerlei Auswirkungen auf die Produktqualität und die Arbeitssicherheit haben,“ heißt es.

Rewe reagiert auf die Vorwürfe

Das Unternehmen stehe seit Jahren im Austausch mit den zuständigen Behörden und reagiere bei Mängeln umgehend.

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„Die Vielzahl der baulichen Mängel, welche aus dem letzten Kontrollbericht März 2021 hervorgehen, ist darauf zurückzuführen, dass diese in mehreren Räumen wiederholt vorkommen. Dies ist bei einem Betrieb dieser Größenordnung nicht ungewöhnlich. Wichtig ist, dass sich die Haustechnik und externen Dienstleister unter Hochdruck darum kümmern, diese zu beheben. Trotz der Anzahl der Mängel bleibt festzuhalten, dass sich die bauliche Situation im Betrieb seit der letzten Kontrolle im November 2019 verbessert hat.“ (oa)