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Lidl: Änderung im Sortiment! Das sorgt für harte Attacken von Umweltschützern gegen den Discounter

Lidl: Die Erfolgsgeschichte des Discounters

Lidl: Die Erfolgsgeschichte des Discounters

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Im November gab Lidl die Trennung von Nestlé bekannt. Seitdem sind keine Vittel-Wasserflaschen im Sortiment der Supermarkt-Kette mehr zu finden. Stattdessen kann der Kunde jetzt das Mineralwasser Volvic kaufen.

Für die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ein Skandal: Die Organisation prangert Lidl für die Entscheidung hart an und hätte sich einen anderen Weg gewünscht.

Lidl trennt sich von Vittel und steigt auf Volvic um

Als Lidl sich in diesem Jahr von seiner Wassermarke Vittel trennte, machten Gerüchte in den Medien die Runde, dass Lidl die Entscheidung aus moralischen und umweltfreundlichen Gründen gefällt habe. Denn der Hersteller Nestlé wird seit Jahren für seine rücksichtslose Wassergewinnung im französischen Vittel und seine Ausbeutung der Umwelt kritisiert.

Doch offenbar steckt hinter dem Markenwechsel bei Lidl ein anderer Grund: Dass als Alternative in den Lidl-Regalen nun Volvic steht von der Hersteller-Marke Danone, das bringt die Umwelthilfe (DUH) auf die Palme.

Der Grund: „Lidl gehört zu den größten Plastiksündern Deutschlands und ist verantwortlich für rund drei Milliarden Einweg-Plastikflaschen jährlich. Die Auslistung von Vittel hätte der Discounter für den Umstieg auf klimafreundliche Mehrwegflaschen nutzen müssen. Stattdessen soll nun Volvic-Wasser verkauft werden, das sogar über noch längere Strecken nach Deutschland transportiert werden muss“, lautet die scharfe Kritik der Stellvertretenden DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.

Auch das neue Mineralwasser muss den langen Transportweg aus Frankreich auf sich nehmen. Und schlimmer noch: Bis das Wasser in unseren Regalen landet, ist es ganze 400 Kilometer mehr gefahren worden als sein Vorgänger.

Außerdem habe Lidl die Chance verpasst von den umweltschädlichen Einweg-Plastikflaschen zu klimafreundlicheren Mehrwegflaschen zu wechseln.

Lidl äußert sich zu den Vorwürfen

Lidl selbst hat sich auf seiner Homepage große Klimaziele gesetzt, um den einen Teil zu den Pariser Klimaschutzzielen beizutragen. Demnach sollen CO-Emissionen nach Möglichkeit „vermieden“, „reduziert“ oder „kompensiert“ werden.

Die Deutsche Umwelthilfe traut den Versprechungen jedoch nicht. DER WESTEN hat Lidl mit den Vorwürfen konfrontiert und um eine Stellungnahme gebeten.

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„Seit Juni 2021 bestehen alle von der Schwarz Produktion hergestellten PET-Einwegpfandflaschen der Lidl- und Kaufland-Eigenmarken in Deutschland zu 100 Prozent aus recyceltem Plastik (rPET), ausgenommen Deckel und Etikett. Durch permanente Forschung und Entwicklung produzieren wir zudem eine der leichtesten PET-Einwegflaschen auf dem deutschen Markt. Auf diese Weise spart Lidl in Deutschland im Jahr 2021 mehr als 40.000 t PET-Neumaterial sowie mehr als 65.000 t CO2 ein“, rechtfertigt sich der Discounter.

Zudem verweist Lidl darauf, dass wissenschaftliche Untersuchungen des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gezeigt hätten, „dass sich gewichtsoptimierte PET-Einwegflaschen mit hohen Recyclinganteilen mindestens auf Augenhöhe mit Mehrwegflaschen befinden“ was die ökologischen Folgen betrifft.

Auf den weiten Transportweg wurde in dem Statement nicht eingegangen. (cg)