Braunschweig 

So viel Geld fließt in Braunschweiger Spitzenforschung

US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel testen bei der Hannover Messe  Virtual-Reality-Brillen. Geht es nach Braunschweiger Forschern, ist diese Technologie aber schon bald überholt - sie arbeiten an noch besseren Verfahren, um Virtuelles als echt erscheinen zu lassen.
US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel testen bei der Hannover Messe Virtual-Reality-Brillen. Geht es nach Braunschweiger Forschern, ist diese Technologie aber schon bald überholt - sie arbeiten an noch besseren Verfahren, um Virtuelles als echt erscheinen zu lassen.
Foto: dpa

Braunschweig. Virtual Reality gilt zwar als Spitzentechnologie - sie ist so neuartig, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama vor wenigen Tagen während der Hannover Messe Virtual-Reality-Brillen getestet haben. Doch die Technische Universität Braunschweig arbeitet bereits an der Weiterentwicklung: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat der TU jetzt mehr als 1,2 Millionen Euro dafür bewilligt, dass sie die Technologie perfektioniert.

Die Nutzer sollen die reale Umwelt überhaupt nicht mehr wahrnehmen und stattdessen völlig in die Virtualität eintaucht. "Wir entwickeln Grundlagen für ein völlig neuartiges Filmerleben", sagt Marcus Magnor, Informatik-Professor an der TU: Der Zuschauer soll nicht mehr auf einen Film schauen, sondern sich mitten im Geschehen wiederfinden. Das von der DFG geförderte Projekt ist auf fünf Jahre angelegt und nennt sich "Immersive Digital Reality".

Energiewende in der Luftfahrt

Über Fördergelder freuen sich die Braunschweiger Forscher auch für Projekte zur Energiewende in der Luftfahr sowie der sogenannten Nanometrologie: Zwei Millionen Euro hat das Landes-Wissenschaftsministerium dafür bewilligt.

Dabei geht es zum einen um neuartige synthetische Treibstoffe sowie um Brennstoffzellen und Hochleistungsbatterien für Flugzeuge , an denen das an der TU angesiedelte Forschungszentrum für Luftfahrt arbeitet.. Zum anderen fließen Fördergelder in Grundlagenforschung im Bereich der Quanten- und Nanophysik; an dem Projekt ebenfalls beteiligt ist unter anderem die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig sowie das Laserzentrum Hannover.