Braunschweig 

Region 38: In diese Projekte fließen die Nahverkehrs-Millionen

Der öffentliche Personennahverkehr in der Region 38 soll attraktiver werden. Mit Hilfe des 25-Millionen-Euro-Pakets scheint einiges möglich.
Der öffentliche Personennahverkehr in der Region 38 soll attraktiver werden. Mit Hilfe des 25-Millionen-Euro-Pakets scheint einiges möglich.
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Region 38. Nach der ersten Freude über die jährlich 25 Millionen Euro, die künftig zur Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs in die Region 38 fließen sollen, ist jetzt auch klar, welche Projekte damit finanziert werden sollen. Auf Nachfrage von news38.de nannte Gisela Noske, Sprecherin des Zweckverbands Großraum Braunschweig, zentrale Vorhaben.

Höhere Taktfrequenz im Schienenverkehr

Auf allen Linien des schienengebundenen Personennahverkehrs soll künftig mindestens ein Ein-Stunden-Takt gelten. Zwischen den Oberzentren Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter sollen Regionalzüge sogar alle 30 Minuten verkehren. Dafür muss auf der Strecke Braunschweig - Wolfsburg der Abschnitt zwischen der Weddeler Schleife und Fallersleben auf 19 Kilometern Länge zweigleisig ausgebaut werden.

Die Strecke zwischen Braunschweig und Salzgitter ist zwar bereits zweigleisig; vor Aufnahme des Halb-Stunden-Taktes müssen jedoch die Fahrpläne neu aufeinander abgestimmt werden.

Auf der Strecke Braunschweig - Gifhorn - Uelzen gilt derzeit nur ein Zwei-Stunden-Takt. Um einen Ein-Stunden-Takt zu ermöglichen, soll die eingleisige Strecke voraussichtlich im kommenden Jahr bei Rötgesbüttel (Landkreis Gifhorn) einen sogenannten Kreuzungsbahnhof mit einem Parallelgleis erhalten, damit sich die Züge dort begegnen können. Unterdessen nähert sich der barrierefreie Umbau des Bahnhofs Gifhorn seiner Fertigstellung: Am Mittwoch, 1. Juni, stellen die Deutsche Bahn, der Zweckverband Großraum Braunschweig und die Stadt Gifhorn den Stand der Arbeiten vor.

Stufenfreier Zugang zu den Zügen

Gifhorn ist indes nicht der einzige Bahnhof, an dem vor allem Geh- und Sehbehinderte künftig die Züge leichter erreichen sollen: Neben größeren Stationen wie Gifhorn stehen auch zahlreiche kleinere Bahnhofe mit weniger als 1000 Ein- und Ausstiegen pro Tag auf der Investitionsliste: Bund, Land und Zweckverband wollen unter anderem Bahnsteige höherlegen, um einen stufenfreien Zugang zu den Zügen zu ermöglichen.

WLAN in den Waggons

WLAN und damit Internet-Zugang in den Waggons ist ebenfalls ein Vorhaben, das dank des 25-Millionen-Euro-Pakets leichter realisiert werden kann. Sowohl in DB-Regio-Zügen als auch auf der von der Westfalenbahn betriebenen Strecke Braunschweig - Hannover soll diese Technik Einzug halten. in den Enno-Zügen zwischen Wolfsburg, Braunschweid und Hildesheim sowie zwischen Wolfsburg und Hannover gibt es WLAN bereits.

Neue Regio-Buslinien

Neben dem Ausbau des Schienenverkehrs ist auch im Busverkehr dank der Fördermillionen ein besseres Angebot möglich: Bestehende Regio-Busverbindungen sollen häufiger als bisher bedient werden, wobei ebenfalls Stunden- beziehungsweise Halb-Stunden-Takte geplant sind. Außerdem werde es komplett neue Regio-Buslinien geben.

Bessere Informationen für Fahrgäste

Verbessern will der Zweckverband Großraum Braunschweig auch die Fahrgastinformationen: Haltestellen sollen neue beziehungsweise zusätzliche dynamische Anzeigen erhalten, damit eventuelle Verspätungen oder Ausfälle in Echtzeit den Wartenden mitgeteilt werden können. Außerdem soll es sogenannte Mobilitätsstationen zur Verknüpfung der Verkehrsmittel geben; in anderen Regionen Deutschlands gibt es beispielsweise Mietstationen, an denen sich Bus- und Bahnreisende am Zielort Fahrräder oder Elektroautos leihen können.

Das sagen Einwohner der Region über den ÖPNV