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Laser sollen in der Innenstadt messen

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Der Betrüger staunte sicherlich nicht schlecht, als sich sein Opfer als Polizist entpuppte. Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH / Marek Kruszewski

Braunschweig. 

Seit 2008 erfasst die Braunschweig Stadtmarketing GmbH die Frequenzen an acht Punkten der Innenstadt. Zukünftig soll die Messung lasergesteuert durchgeführt werden, um dauerhaft höchstpräzise Daten zu erhalten.

Im Sinne des Smart-City-Ansatzes können die Daten für weitere Optimierungen in der Innenstadt genutzt werden. Das Projekt des Braunschweiger Stadtmarketings wurde in der heutigen Sitzung des Wirtschaftsausschusses vorgestellt. Dazu hat sich der Wirtschaftsausschuss positiv geäußert.

Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa erklärt: „Auf Basis der von uns in den vergangenen acht Jahren erhobenen Daten können wir sagen: Die Besucherfrequenzen in der Braunschweiger Innenstadt sind stabil. Nennenswerte Verschiebungen oder strukturelle Frequenzverluste sind nicht zu erkennen.“

Ein Rückgang von Frequenzen im Einzelhandel bedeute nicht automatisch einen Rückgang der Zahl der Innenstadtbesucher, denn Innenstadt bedeute mittlerweile viel mehr als Einkaufen. Und auch der Rückgang von Frequenzen in den Geschäften sei nicht zwingend negativ, durch die Vorinformation im Internet seien Einkäufer mitunter auch gezielter unterwegs.

Technik erfasst keine personenbezogenen Daten

Wichtig sei es laut Leppa, auch zukünftig eine präzise Datengrundlage zu haben, auf Basis derer man der allgemeinen Verunsicherung durch den Onlinehandel begegnen könne. Durch die Umstellung der Frequenzmessung auf eine lasergesteuerte Messtechnik lassen sich das ganze Jahr über rund um die Uhr Daten erfassen. So können auch Wochentage und Wochenende verglichen werden oder die Besucher bei einer Veranstaltung.

Die Technik bietet zudem eine nahezu echtzeitbasierte Auswertungsmöglichkeit der Daten und ist dabei dennoch datenschutzrechtlich unbedenklich, da sie keinerlei personenbezogene Daten erfasst oder speichert.

Es ist geplant, an den Standorten Hutfiltern, Schuhstraße, Sack und Langer Hof Lasermessgeräte zu installieren. Entsprechende Gespräche wurden bereits geführt, Eignungsprüfungen für die Standorte laufen derzeit.

Als Anschubfinanzierung soll eine Förderung in Höhe von 4.500 Euro aus den Projektmitteln des Smart-City-Budgets der Stadt Braunschweig beantragt werden. Diese Förderung soll für die anfallenden einmaligen Installationskosten sowie für Beratungskosten genutzt werden.