Braunschweig 

Den Lichtparcours spielerisch entdecken

Braunschweig. Als es um 20 Uhr langsam dunkel wird, beginnt die Führung durch den Lichtparcours am 27. Juli 2016 für die zwölf angemeldeten Kinder und ihre Eltern. Aber die Gruppe läuft nicht einfach drauf los, sondern soll die Kunstwerke spielerisch erkunden.

Der Lichtparcours ist eine Veranstaltung, bei der künstlerische Arbeiten im Stadtraum und auf dem Gelände des Braunschweiger Hafens ausgestellt werden. Die Veranstaltung findet dieses Jahr zum vierten Mal statt. 2016 stehen Kunstwerke im Mittelpunkt, die 24 Stunden am Tag erfahrbar sind - und nicht nur im Dunkeln.

Darf man Kunst anfassen?

Direkt zu Anfang steht die Frage: Darf man Kunst anfassen? Was, zur Überraschung der Kinder, die alle erstaunt ihre Eltern anblicken, mit einem klaren "Ja!" beantwortet wird. Mario Wenzel-Becker, Führer der Tour, verteilt insgesamt sechs Briefe an die Kinder - geschrieben von "der alten Eule". Sie gibt den Kindern in verschiedene Rätsel zu lösen und führt sie so auf den richtigen Weg zu den drei Kunstobjekten, die es zu entdecken gilt.

Auf dem Weg werden von den Kindern viele Fragen beantwortet, wie zum Beispiel warum nachts die Sonne nicht zu sehen ist, oder weshalb Glühwürmchen leuchten. Und auch die etwas philosophische Frage, wie man die Welt ein kleines bisschen heller machen kann, wird auf verschiedenste Weisen beantwortet. "Wir könnten zum Beispiel aufhören, die Luft so zu verschmutzen!", erklärt Jonathan (9) ernst. Und ein anderes Kind schlägt vor, einfach Lampen an alle Vögel zu binden.

Das Haus des Lichts

Von der Steintorbrücke rätseln sich die Kinder über die "Bastion Beauté" von Kai Schmiemenz, die im Museumspark steht und die permanente Installation "Evokation in rot" von Yvonne Goulbier, zu dem finalen Kunstwerk "... But No One's Home" von Kevin Schmidt, die beide im Theaterpark zu finden sind.

Das Haus des Lichtes, wie Wenzel-Becker das Kunstwerk nennt, bietet den Kindern die Möglichkeit die Räume frei zu erkunden. Und am Ende finden sie auch den Schatz, den es bekanntlich am Ende jeder Schnitzeljagd zu entdecken gibt - die sagenumwobene Alte Eule und ein Knicklicht - passend zum Motto des Abends.

Wir waren für Euch bei der Führung dabei: