Braunschweig 

BRICS: Mit Hightech das Leben verstehen

Jürgen Hesselbach, Präsident der TU Braunschweig; Dirk Heinz, Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung; Gabriele Heinen-Kljajic, Ministerin für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen; Dieter Jahn, Sprecher des BRICS; Ulrich Markurth, Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig und Jörg Overmann, Geschäftsführer der Deutschen Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen eröffnen am 26. August das neue Gebäude BRICS.
Jürgen Hesselbach, Präsident der TU Braunschweig; Dirk Heinz, Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung; Gabriele Heinen-Kljajic, Ministerin für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen; Dieter Jahn, Sprecher des BRICS; Ulrich Markurth, Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig und Jörg Overmann, Geschäftsführer der Deutschen Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen eröffnen am 26. August das neue Gebäude BRICS.
Foto: Fabien Tronnier
  • Forschungsprojekt von TU und Helmholtz-Zentrum.
  • 170 Wissenschaftler im Bereich Gesundheit und Umwelt.
  • Kosten: 25 Millionen Euro.

Braunschweig. Forschen auf einem Niveau, das auf der ganzen Welt zu den besten gehört: Das ist jetzt für die Wissenschaftler der Technischen Universität im neueröffneten Braunschweig Integrated Centre of Systems Biology, kurz BRICS, möglich.

Das gemeinsame Forschungsprojekt von TU und Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung hat am heutigen Freitag, 26. August, offiziell Eröffnung gefeiert. 170 Forscher aus Instituten beider Einrichtungen arbeiten in dem Gebäude gemeinsam an Modellen der Lebenswissenschaften. Dadurch sollen neue Anwendungen im Bereich Gesundheit und Umwelt erforscht werden.

Biologische Abläufe vorhersehbar machen

Systembiologie verbindet die Lebenswissenschaften mit Mathematik und Informatik. Experimente im Labor liefern Daten, aus denen Computermodelle gewonnen und weiterentwickelt werden sollen. Ziel ist dabei, die Vorhersage von biologischen Abläufen, zum Beispiel in einer lebenden Zelle.

Gabriele Heinen-Kljajic, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur sagte zur Einweihung: "Die Lebenswissenschaften spielen eine zentrale Rolle in der niedersächsischen Forschungslandschaft. Das BRICS leistet dazu einen entscheidenden Beitrag."

Zweites Großprojekt für die Wissenschaft

Nach der Eröffnung des Forschungszentrums Lena am Montag, ist das BRICS das zweite Großprojekt zum Thema Wissenschaft diesen Sommer. "Mit welchen großem Schritten die Forschung in Braunschweig derzeit voranschreitet, wird in dieser Woche gleich doppelt sichtbar. Es zeigt den unermüdlichen Einsatz, das in unserer Region schon vorhandene, große Knowhow weiter zu vernetzen und durch Kooperation Forschung und Lehre voranzubringen," ergänzt Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth.

25 Millionen Euro Gesamtkosten

Insgesamt umfasst das BRICS-Gebäude 3.500 Quadratmeter mit hochmodernen biologischen Laboren, Lehrräumen und Büros. Darunter die größte Enzymdatenbank der Welt, mit über 100.000 Einträgen. 260 Arbeitsplätze stehen den Wissenschaftlern zur Verfügung,

Der Bau begann am 25. November 2013 und kostete insgesamt rund 25 Millionen Euro. Finanziert wurde Das Gebäude zu gleichen Teilen durch das Land Niedersachsen und die TU Braunschweig.