Braunschweig 

Weil mit Braunschweig-Resümee: 2. Liga und Forschungsstandort

Professor Rolf Henke, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt; Ministerpräsident Stephan Weil, Bürgermeisterin Annegret Ihbe und Professor Joachim Block, Standortleiter Deutsche Luft- und Raumfahrt in Braunschweig vor der Nachbildung des "ad Astra"-Ballons.
Professor Rolf Henke, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt; Ministerpräsident Stephan Weil, Bürgermeisterin Annegret Ihbe und Professor Joachim Block, Standortleiter Deutsche Luft- und Raumfahrt in Braunschweig vor der Nachbildung des "ad Astra"-Ballons.
Foto: Fabien Tronnier

Braunschweig. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat den "65. Deutschen Luft-und Raumfahrtkongresses" auf einem Empfang feierlich eröffnet. Zum fünften Mal findet das Treffen von über 300 Wissenschaftlern in Braunschweig statt.

Aus diesem Anlass gab die Stadt Braunschweig am Dienstagabend, 13. September, einen Empfang im Lichthof des Städtischen Museums. Dabei zog der Landesvater ein Resümee über die Stadt als Forschungsstandort, ging aber auch auf die aktuelle Tabellensituation der 2. Bundesliga ein.

Triebfeder der Wissenschaft

Politisch-diplomatisch begrüßte Landesvater Weil die anwesenden Gäste des Empfangs im "schönsten aller Bundesländer", ehe der aus Hannover stammende Weil anerkannte "in der Stadt des Tabellenführers der 2. Bundesliga" zu sein. Die Gäste aus Niedersachsen verstünden, wie viel Überwindung ihn diese Anerkennung gekostet hätte, scherzte Weil.

Zurück zum Anlass des Empfangs kommend, lobte Weil die Luft- und Raumfahrtforschung als Triebfeder der Innovation in Wirtschaft und Wissenschaft. Der Standort Braunschweig sei gemeinsam mit der Forschungsregion Niedersachsen einer der führenden Ballungsräume für Forschung und Entwicklung in allen Bereichen der Mobilität.

Fankurve der Luft- und Raumfahrtforschung

Der Forschungsflughafen Braunschweig-Wolfsburg, die Physikalisch-Technische Bundesanstalt und die Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung seien nur einige Beispiele für die enorme Forschungsdichte und Wissenskraft der Stadt.

"Braunschweig ist daher der beste Platz für einen Kongress wie diesen um die führenden Köpfe der Luft- und Raumfahrttechnik zusammenzubringen," sagte Weil.

Bezogen auf die folgenden Tage des Kongresses, in denen unter anderem die Themen Flugsicherheit und Umgang mit Drohnen besprochen werden, fasste der Ministerpräsident zusammen: "Wir stehen hier in der Fankurve der Luft- und Raumfahrtforschung, einen besseren Ort sich auszutauschen gibt es nicht."

Mit "Ad astra" zu den Sternen

Gezeigt wurde an diesem Abend auch die Replik des Ballons "Ad astra", dessen Original sich im Besitz des Städtischen Museums befindet und der derzeit restauriert wird. Der Durchmesser des Nachbaus beträgt etwa 1,40 Meter.

Der Originalballon, dessen Name "zu den Sternen" bedeutet, stammt aus dem Jahre 1783 und ist damit das älteste erhaltene Flugobjekt der Welt. Für Joachim Block, Standortleiter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig, ein "Juwel der Wissenschaftsgeschichte".