Braunschweig 

Neue Brücke eröffnet: Masterplan Ringgleis nimmt Formen an

Da ist das Ding! In der Nacht zum Montag wurde die neue Okerbrücke geliefert.
Da ist das Ding! In der Nacht zum Montag wurde die neue Okerbrücke geliefert.
Foto: Mareike van Gerpen

Braunschweig. Die neue Ringgleisbrücke über die Oker zur Feuerwehrstraße ist am heutigen Montag, 19. September, eröffnet worden. Damit hat der Ringgleisweg auf der ehemaligen Eisenbahntrasse rund um die Stadt jetzt die Feuerwehrstraße am östlichen Okerufer erreicht.

"Mit der Brücke, die wir heute freigeben, können wir den Ringgleisweg vom Westlichen Ringgebiet nun weiter in die Nordstadt führen", freut sich Oberbürgermeister Ulrich Markurth. "Damit ist ein langgehegter Wunsch der Bürgerinnen und Bürger Wirklichkeit geworden. Wir kommen einen großen Schritt voran zu einem durchgehenden, von viel Grün umgebenen Fuß- und Radweg rund um die Stadt."

Neue Brücke an alter Stelle

Die Brücke mit einer begehbaren Weite von drei Metern, bei der sich Radfahrer problemlos begegnen können, kostete einschließlich Klinker- und Sandsteinarbeiten an den Pfeilern insgesamt rund 850.000 Euro. Hierfür hat die Stadt Fördermittel des Bundes und des Landes eingesetzt.

An gleicher Position war 1885 eine Bahnbrücke im Zuge des Ringgleises errichtet worden, um das industriell geprägte westliche Stadtgebiet im Bereich des Westbahnhofs mit dem Nordbahnhof zu verbinden. Nachdem das Ringgleis seine Bedeutung für die Eisenbahn verloren hatte und nicht mehr genutzt wurde, wurde der Stahlfachwerküberbau der alten Bahnbrücke 1995 entfernt. Die neue Brücke wurde dieser alten Konstrunktion nachempfunden, wobei einige verbliebene Materialien der alten Brücke in den Neubau eingebunden wurden.

Wie geht es mit dem Ringgleis weiter?

"Nachdem bis heute eine Wegstrecke von sieben Kilometern Länge fertiggestellt wurde, wollen wir in den nächsten beiden Jahren an den Endpunkten im Süden und Norden weitere Teilabschnitte mit einer Gesamtlänge von rund 4,1 Kilometern realisieren, um nach und nach dem stadtumlaufenden Ringschluss näher zu kommen", kündigte Oberbürgermeister Markurth an. "Der Ringgleisweg soll bis 2018 also um mehr als die Hälfte seiner derzeitigen Strecke wachsen."

Welche Bauabschnitte werden folgen?

Im nächsten Jahr soll parallel mit dem Bau mehrere Abschnitte des Ringgleises begonnen werden:

  • Feuerwehrstraße bis Hamburger Straße, 650 Meter Länge
  • Hamburger Straße bis Mittelweg, 420 Meter
  • Mittelweg bis Bienroder Weg, 1.070 Meter
  • Kennelweg bis Echobrücke, 900 Meter

In der Folge soll dann der Abschnitt Beethovenstraße bis Abtstraße mit 1.045 Metern Länge realisiert werden.

Insgesamt sind dafür 3,45 Mio. € veranschlagt, von denen der überwiegende Teil durch Mittel aus dem Niedersächsischen Kommunalinvestitions-Fördergesetz refinanziert werden soll.

Trasse über das Gelände der Feuerwehr

Die geplante Trasse über das Gelände der Feuerwehr und des Heizkraftwerkes beginnt im Anschluss an die Okerbrücke, quert die Feuerwehrstraße und verläuft zwischen der aufgeständerten Ferngasleitung und dem historischen Gebäude des Kohlenbunkers. Der Weg knickt auf der asphaltierten Straße "Hasenwinkel" nach Norden ab und wird am Ende der Straße, hinter dem nördlichen Grenzzaun des Kleingartenvereins Hasenwinkel, auf dem derzeitigen Grundstück des Heizkraftwerks und über die Reiherstraße bis zur Hamburger Straße verlaufen.