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Lebensgefährten erstochen: Anklage gegen 21-Jährige

Braunschweig. 

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat gegen eine 21-Jährige Anklage wegen Totschlags erhoben. Ihr wird zur Last gelegt, am 13. August ihren 38-jährigen Lebensgefährten in der gemeinsamen Wohnung in der Julius-Konegen-Straße durch einen Messerstich in die Brust getötet zu haben; das teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstagmorgen, 13. Oktober, mit.

Der Bluttat vorangegangen war ein Streit nach gemeinsamem Alkohol- und Drogenkonsum. Die Beschuldigte hatte nach der Tat selbst die Polizei verständigt und gestanden. Weil auch Nachbarn die lautstark ausgetragene Auseinandersetzung in dem Mehrfamilienhaus mitbekommen hatten, waren auch von ihnen Notrufe bei der Polizei eingegangen.

Als die Beamten eintrafen, war der 38-Jährige bereits tot. Im Falle einer Verurteilung drohen der jungen Frau mindestens fünf Jahre Haft. Allerdings muss ein Gutachter feststellen, ob die 21-Jährige trotz Alkohol- und Drogenkonsums schuldfähig ist; sie sitzt seit dem tödlichen Streit in Untersuchungshaft.

Zuständig für den – noch nicht terminierten – Prozess ist das Landgericht Braunschweig; hier wird sich die Schwurgerichtskammer mit dem Fall befassen.