Braunschweig 

Demo gegen Fan-Verbote: Stadt verbietet geplante Route

Fan-Ausschreitungen (hier ein Foto von der Begegnung Eintracht Braunschweig - 1. FC Kaiserslautern im vergangenen Jahr) soll es am Sonntag weder im Stadion noch in der Stadt geben.
Fan-Ausschreitungen (hier ein Foto von der Begegnung Eintracht Braunschweig - 1. FC Kaiserslautern im vergangenen Jahr) soll es am Sonntag weder im Stadion noch in der Stadt geben.
Foto: dpa

Braunschweig. Der Protestzug, mit dem der Verein "Blau Gelbe Hilfe" gegen das von der Polizei gegen rund 150 mutmaßlich gewaltbereite Fußballfans verhängte Aufenthalts- und Betretungsverbot demonstrieren will, muss am kommenden Sonntag eine andere Route nehmen als geplant. Das teilte die Stadtverwaltung am Dienstagabend, 1. November, mit.

Polizei und Stadtverwaltung sind davon überzeugt, dass die als politische Veranstaltung mit bis zu 300 Teilnehmern angemeldete Demonstration in Wirklichkeit ein "Derbymarsch" vor dem Hochrisikospiel Eintracht Braunschweig - Hannover 96 sein soll - und die ausgesprochenen Verbote aushebeln würde. So wollten die Organisatoren vom Hauptbahnhof durch die Innenstadt zum Stadion ziehen - also ausgerechnet durch alle drei Verbotszonen.

Mit ihrer Entscheidung sei die Stadt der Empfehlung der Polizei gefolgt, hieß es aus der Pressestelle. Nun soll die Demonstration am Leonhardplatz beginnen, dann über den Alterwiekring, den Hagenring und den Mittelweg bis zum Nibelungenplatz führen. Diese Route berge "erheblich weniger Gefahren" für die öffentliche Sicherheit.