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Hauptschule Sophienstraße: So geht's jetzt weiter

Hauptschule Sophienstraße
Blick auf den Schulhof der Hauptschule Sophienstraße Foto: dpa

Braunschweig. 

Die Linke hat im Rat der Stadt Braunschweig einen Dringlichkeitsantrag zum Thema „Was ist los in der Hauptschule Sophienstraße?“ gestellt.

Die gesundheitlichen Beschwerden von Schülern und Lehrkäften hatten die Stadtverwaltung zu drastischen Maßnahmen greifen lassen: In dem Gebäude findet vorerst kein Unterricht mehr statt. Es sollen Ausweichräume für den Unterricht gesucht werden.

Laut Antrag der Linken im Rat wurden die Sorgen der Schüler und Lehrer lange Zeit ignoriert. Einige Schüler traten Ende November sogar in Streik.

„Auch weil es bis zum heutigen Tag keine klaren Aussagen zu den gesundheitlichen Belastungen gibt, soll die Verwaltung dem Rat und der Öffentlichkeit konkret erklären, welche Messungen bei Sanierungen durchgeführt werden, um Gefährdungen auszuschließen, wie man speziell mit Sanierungen umgeht bei Gebäuden, in denen sich vorwiegend Kinder und Jugendliche aufhalten und wo die Schülerinnen und Schüler in der nächsten Zeit unterrichtet werden sollen“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der Linken, Udo Sommerfeld.

Das sagt die Stadtverwaltung

Stadtbaurat Heinz Leuer legte dar, dass grundsätzlich alle Gebäude in einem Schadstoffkataster erfasst würden. Bei Bedarf würden dann regelmäßige Kontrollen durchgeführt. Bisher war jedoch kein Bedarf in der Hauptschule Sophienstraße festgestellt worden.

Im Zusammenhang mit den Sanierungsarbeiten und den erhöhten Krankheitsfällen wurden dann Schadstoffmessungen im September, Oktober und November 2016 durchgeführt. Mit der Messung am 23. November 2016 habe es keine Überschreitung von Grenzwerten mehr gegeben. In zwei Räumen lagen die Werte zuvor aber über dem Vorsorgewert (wir berichteten).

Leuer beteuerte erneut, bei der Sanierung sei mit hochwertigen und schadstoffarmen Produkten gearbeitet worden. Man habe jedoch die Vorkommnisse zum Anlass genommen, noch einmal eine „intensive Marktrecherche“ nach möglichen Alternativprodukten durchzuführen.

Wie geht’s jetzt weiter?

Laut Gesundheitsamt müsse man mit einer Schließung der Schule bis maximal bis Ende der Sommerferien rechnen, um die betreffenden Schadstoffwerte unter ein Niveau zu bekommen, das auch Allergien als Folge weitestgehend ausschließen kann.

Die Schüler der Sophienstraße werden ab kommender Woche auf Ausweichräume in Melverode und im Schulzentrum Heidberg verteilt, so Leuer.

Die Sache mit dem Keller

Sommerfeld wollte von Leuer zudem wissen, was es mit den Schilderungen einer Schülerin auf sich hat: Nachdem wegen der Sanierungsarbeiten Klassenräume unter dem Dach geschlossen worden waren, sei ihre Klasse in Kellerräume umquartiert worden, die massiv von Schwarzschimmel befallen gewesen seien.

Stadtbaurat Leuer erwiederte dazu, der Keller sei bereits zuvor von außen trocken gelegt worden. „Alles was man tun kann, um diese Räume in einem ordentlichen Zustand zu halten, ist bereits getan worden“, so Leuer.