Braunschweig 

Reparaturcafé: Geht's noch oder weg damit?

Braunschweig. Tüfteln, schrauben, ausprobieren: So schnell werden kaputt-geglaubte Elektrogeräte nicht aufgegeben. Jedenfalls nicht im Reparaturcafé in der Karlstraße in Braunschweig. Jeden zweiten Samstag im Monat werden in den Räumen der Landeskirchlichen Gemeinschaft die Tische zusammen geschoben und ein Kuchenbuffet organisiert. Dann können die Besucher mit ihren defekten Geräten kommen.

"Im Schnitt kommen zwischen 30 und 50 Menschen zu uns", erzählt Oliver Ding von der Freiwilligenagentur. "Wir wollen den Leuten vermitteln, dass man die Dinge nicht immer gleich wegschmeißen muss."

Etwa die Hälfte aller Geräte können die Ingenieure und Elektriker retten. Zufrieden seien aber alle der Gäste im Reparaturcafé zufrieden, auch wenn ihr Gerät kaputt bleibt. "Viele finden es auch einfach spannend, mal in den Wasserkocher oder den offenen Laptop hineinzuschauen" erzählt Ding.

Bereits seit zwei Jahren organisieren die Freiwilligenagentur und die Gemeinde der Landeskirche gemeinsam die monatlichen Treffen. "Die Aktion wird sehr gut angenommen", erzählt Matthias Klöpping von der Landeskirche. "Nicht nur, dass die Leute sich zweimal überlegen, ob sie etwas wegschmeißen oder damit zu uns kommen, ist eine tolle Sache. Auch, dass wir ein sozialer Anlaufpunkt hier im Viertel geworden sind, freut mich sehr."

Der Termin für das nächste Reparaturcafé in der Karlstraße 95 steht auch schon fest: Am 13. Mai stehen die Tüftler wieder für Bastelarbeiten technischer Art zur Verfügung.