Braunschweig 

500 Jahre Reformation – Aufbruch in Braunschweig

Gerold Leppa, Geschäftsführer der Braunschweig Stadtmarketing GmbH; Oberbürgermeister Ulrich Markurth; Landesbischof Christoph Meyns und Stephan Malorny, Fachbereichsleiter Kultur, präsentieren die Broschüre "500 Jahre Reformation. Braunschweiger Jubiläumsprogramm 2017".
Gerold Leppa, Geschäftsführer der Braunschweig Stadtmarketing GmbH; Oberbürgermeister Ulrich Markurth; Landesbischof Christoph Meyns und Stephan Malorny, Fachbereichsleiter Kultur, präsentieren die Broschüre "500 Jahre Reformation. Braunschweiger Jubiläumsprogramm 2017".
Foto: Fabien Tronnier

Braunschweig. Das Jahr 1517 gilt als Ursprungsjahr der Reformation. Martin Luthers 95 Thesen gegen den Missbrauch des Ablasshandels waren der Anlass für tiefgreifende Veränderungen in Kirche und Gesellschaft, die in den Folgejahren und Jahrzehnten ganz Europa erfassten.

300 Veranstaltungen zur Reformation

Anlässlich des 500. Jubiläums des Reformationsjahres haben Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, Ulrich Markurth, und der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig, Christoph Meyns, am heutigen Donnerstag, 20. April, das Jahresprogramm der Veranstaltungen zum 500. Jahrestag vorgestellt. Die große Sonderausstellung "Im Aufbruch. Reformation 1517-1617“ des Braunschweigischen Landesmuseums und der Evangelischen Akademie Abt Jerusalem bildet den Kern der Braunschweiger Aktivitäten.

Insgesamt umfasst das Veranstaltungsrepertoire Ausstellungen und Führungen, Konzerte und Lesungen bis hin zu Vorträgen, Gottesdiensten und Predigtreihen. Auf 108 Seiten informiert die von der Braunschweig Stadtmarketing GmbH herausgegebene Broschüre "500 Jahre Reformation – Braunschweiger Jubiläumsprogramm 2017“ über die rund 300 Veranstaltungen.

Reformation ist Gegenwart

"Auf ganz verschiedene Weisen der Annäherung greifen die zahlreichen Veranstaltungen die historischen Ereignisse auf und zeichnen die Auswirkungen der Reformation bis in die Gegenwart nach“, sagte Oberbürgermeister Markurth. Auch Landesbischof Meyns bestätigt: "Das reformatorische Erbe ist immer noch präsent."

Dass reformatorisches Gedankengut unverändert aktuell im Leben einer Stadtgemeinschaft sei, zeige sich schon an der Person des Braunschweiger Reformators Johannes Bugenhagen, ein Vertrauter und Weggefährte Martin Luthers. "Bildung und soziale Fürsorge waren für Bugenhagen und sind für uns heute wichtige kommunale Aufgaben. Wie wir als Stadtgesellschaft zusammenleben, hängt wesentlich davon ab, ob wir diese Aufgaben erfolgreich und nachhaltig meistern,“ so Markurth. Zu Ehren Johannes Bugenhagens wurde am Donnerstag an der Kirche St. Ulrici-Brüdern, in der der Reformator predigte, eine Persönlichkeitstafel aufgestellt.

Die Broschüre zum Programm ist unter anderem erhältlich in der Touristinformation, in kirchlichen Einrichtungen, in Museen, in der Bürger-Information und anderen städtischen Einrichtungen mit Publikumsverkehr. Sie kann außerdem mit weiteren Informationen auf www.braunschweig.de/reformation eingesehen werden.