Braunschweig 

Entsetzen in Wolfsburg: Eintracht-Plakat sorgt für Zündstoff

Um dieses Plakat geht es.
Um dieses Plakat geht es.
Foto: Facebook

Braunschweig/Wolfsburg. Langsam brodelt es vor den beiden Relegationsspielen zwischen dem VfL und der Eintracht. Während der Wolfsburger Tross am Montagabend im Kurztrainingslager in den Niederlanden angekommen ist, ist in der Heimat ein Streit über ein Plakat entbrannt.

"Blau-gelbe Invasion"

Konkret geht es um das Banner, das die Eintracht-Spieler am Sonntag nach dem 2:1-Sieg gegen Karlsruhe in Richtung Fankurve hielten. Darauf stand: "Blau-gelbe Invasion – auch ohne Karte nach WOB!". Manche Wolfsburger empfinden den Spruch offenbar als Provokation. "Das, was die Mannschaft von Eintracht Braunschweig macht, hat nichts mehr mit Fairplay zu tun", wird ein VfL-Fan etwa von der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung" (WAZ) zitiert.

Appell aus Braunschweig

Ist der Spruch ein indirekter Aufruf zu Ausschreitungen? Eine Eintracht-Sprecherin beschwichtigt gegenüber der Zeitung, dass die Spieler das Plakat direkt nach dem Abpfiff in die Hände bekommen und dann nicht so schnell hätten einordnen können. "Wir appellieren aber an alle Eintracht-Fans, nicht ohne gültige Eintrittskarte nach Wolfsburg zu fahren", so die Vereinssprecherin. Die 3.000 Auswärtstickets waren am Montag schnell vergriffen

Beide Vereine stehen mit der Polizei in Verbindung. Die Beamten stufen das Match als Risikospiel ein und haben entsprechende Vorbereitungen getroffen, wie sie news38.de erzählt haben. Die Polizei Wolfsburg will am Dienstag zusammen mit der Stadt und dem VfL mehr Infos zum Sicherheitskonzept bekanntgeben.

Auch die Oberbürgermeister von Braunschweig und Wolfsburg, Ulrich Markurth und Klaus Mohrs (beide SPD), haben sich in einer gemeinsamen Erklärung zur Relegation geäußert: "Wir wünschen uns zwei sportlich hochklassige, faire Begegnungen. Und auch wenn es ein extrem wichtiges und emotionales Spiel ist, sollten sich nur die Fans auf den Weg in die jeweilige Nachbarstadt machen, die ein Ticket bekommen konnten."