Braunschweig 

Zum 175. von Heinrich Büssing: So feiert die Stadt

Dieser Büssing-Bus aus dem Jahr 1965 ist für Stadtrundfahrten durch Braunschweig noch immer im Einsatz.
Dieser Büssing-Bus aus dem Jahr 1965 ist für Stadtrundfahrten durch Braunschweig noch immer im Einsatz.
Foto: Brunswyk/Wikipedia CC BY-SA 3.0

Braunschweig. Die Stadt Braunschweig will im kommenden Jahr eine ihrer bedeutendsten Unternehmerpersönlichkeiten wieder stärker in den Blickpunkt rücken: Am 29. Juni jährt sich der Geburtstag Heinrich Büssings zum 175. Mal.

Aus diesem Anlass will die Stadt eine sogenannte Persönlichkeitstafel aufstellen und mit großen Plakaten an den Stadtzufahrten auf das Büssing-Jubiläum hinweisen.

"Brüche und Verwerfungen"

Außerdem seien rund um den Geburtstag mehrere Veranstaltungen des städtischen Museums geplant, kündigte Kulturdezernentin Anja Hesse nach einer Anfrage der CDU an. Dabei soll es zum einen um die Persönlichkeit Büssings gehen, der vom Schmiedegesellen zum Fahrradproduzenten und Pionier des Lkw- und Omnibus-Baus aufstieg.

Zum anderen aber sollen auch "die Brüche und Verwerfungen im Erfinderleben" dargestellt werden, versicherte Hesse. So war Büssing als ein wichtiger Ausrüster des kaiserlichen Heeres aus wirtschaftlicher Hinsicht ein Profiteur des Ersten Weltkriegs.

Und - das ergänzte Gisela Ohnesorge (Linke) während der jüngsten Ratssitzung - im Zweiten Weltkrieg mussten Zwangsarbeiter im Braunschweiger Büssing-Werk am heutigen Heinrich-Büssing-Ring Frondienste leisten; untergebracht waren sie im Arbeitslager an der Schillstraße. Zu diesem Zeitpunkt allerdings war Heinrich Büssing schon lange tot: Er starb 1929 in Braunschweig.