Braunschweig 

Streik am Freitag: Das sind Eure Meinungen

Ein Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes demonstriert auf einer Kundgebung mit einer Trillerpfeife.
Ein Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes demonstriert auf einer Kundgebung mit einer Trillerpfeife.
Foto: dpa

Braunschweig. Die Fahrer der Braunschweiger Verkehrs-GmbH legen morgen, am Freitag, 6. Oktober, die Arbeit nieder. Echte Alternativen, wie sich die Braunschweiger am Freitag in der Stadt fortbewegen können, kann auch Christopher Graffam, Pressesprecher der Braunschweiger Verkehrs-GmbH nicht anbieten: "Wir haben keine Möglichkeit, einen Schienenersatzverkehr oder ähnliches einzurichten, da der gesamte Fahrdienst von Bus- und Straßenbahn bestreikt wird."

Informationen, dass es noch weitere Streiks geben werde, hat die Braunschweiger Verkehrs-GmbH aktuell noch nicht. "Wir können leider immer nur auf angekündigte Streiks reagieren". Nun werde gehofft, dass wegen der Herbstferien weniger Fahrgäste unterwegs sein werden. Dies sei allerdings nur ein schwacher Trost.

Auch das noch: Leonhardplatz gesperrt

Zusätzlich wird am Freitag der Leonhardplatz in Richtung Altewiekring wegen Rohrleitungsarbeiten für den gesamten Verkehr gesperrt. Die Umleitung für Busse gilt dann ab Samstag, 7. Oktober, mit Betriebsbeginn.

Bis Sonntag fahren die Linien 411, 419, 422 und 436 vom Hauptbahnhof kommend eine Umleitung über den Willy-Brandt-Platz und die Schillstraße. Dann geht es weiter auf einer Sonderspur nur für Linienbusse über die Helmstedter Straße zum Altewiekring/Georg-Westermann-Allee und weiter über den normalen Linienweg.

Die Ersatzhaltestelle Leonhardplatz befindet sich in der Helmstedter Straße vor der Einmündung in den Altewiekring. Es kann zu Verzögerungen bei den betroffenen Buslinien kommen.

Das sagen unsere User zum Streik:

Die Resonanz bei den news38.de-Usern ist gespalten. Fabian fühlt beispielsweise mit den Arbeitnehmern und meint: "Schade, dass die Arbeitgeber es mal wieder nicht anders lernen. Ich wünsche allen streikenden viel Erfolg - haltet durch. Ach ja: Wie ich am Freitag zur Arbeit komme, weiß ich noch nicht. Aber wenn ein oder zwei mal im Jahr mit dem Rad zur Arbeit zu fahren der Preis dafür ist, dass an allen anderen Tagen mein Fahrer besser bezahlt wird, zahle ich ihn gerne!"

Thorsten zeigt schon weniger Verständnis: "Hat sich jetzt so eingebürgert jährlich zu streiken? Langsam zeigt der Otto-Normal Bürger dafür kein Verständnis mehr! Bei Pflegeberufen könnte man es ja noch verstehen." Siegrid macht sich für die Streikenden und die Gewerkschaften stark: "Leute, kommt mal klar! Was sollte denn ein Streik, wenn es keiner merkt? Und ohne Gewerkschaften hätten wir wesentlich mehr Billiglöhner, die den ganzen Tag arbeiten und dann noch mit H4 aufstocken können. Ihr wisst jetzt Bescheid und habt einen Tag, um eine Mitfahrgelegenheit zu organisieren! Oder fahrt mal mit dem Rad!"

Vanessa ist ganz offensichtlich sauer: "Wegen weihnachtsgeld Streik... So langsam drehen die Menschen echt durch... Man kann ja auch nicht irgendeinen Tag nehmen, natürlich ein Freitag wo jeder zum Bahnhof möchte... Aber hey da haben wir voll Verständnis für... Die Fahrkarten werden ja auch nicht immer teurer und die Busse und Bahnen sind ja auch immer pünktlich... Bevor sich jetzt wieder über meine Meinung beschwert: Meinungsfreiheit."

Mike fürchtet bereits die Konsequenzen, wenn der ÖPNV nicht verfügbar ist: "Morgen wird’s eng auf den Straßen".