Braunschweig 

Nach Hiobsbotschaften: Lieberknecht macht die Tür auf

Eintrachts Patrick Schönfeld (r.) im Zweikampf mit Duisburgs Stanislav Iljutcenko in der Saison 2015/16.
Eintrachts Patrick Schönfeld (r.) im Zweikampf mit Duisburgs Stanislav Iljutcenko in der Saison 2015/16.
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Braunschweig. Die Länderspielpause war für Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht eine Zeit mit gemischten Gefühlen: Zum einen war beim Team "Spielfreude zu sehen. Wir haben uns auch sehr fannah präsentiert, da gab es viele positive Rückmeldungen" und die bisher weniger eingesetzten Spieler konnten Spielpraxis sammlen. Zum anderen musste der Coach zwei weitere Hiobsbotschaften was die Personalsituation betrifft, verkraften: Domi Kumbela und Mirko Boland verletzten sich und fallen längerfristig aus.

Doch der Trainer sieht vor dem Auswärtsspiel am Freitag, 13. Oktober, beim MSV Duisburg (Anpfiff 18.30 Uhr) das Positive: "Wenn eine Tür zu geht, geht meist auch eine andere auf." Für den Kader der Eintracht heißt das: Die Chance für Spieler, die bisher weniger zum Zuge gekommen sind, sich zu präsentieren.

Alternativen und Fragezeichen

Einer von denen könnte Ahmet Canbaz sein. Der 19-jährige Offensivspieler aus der U23 könnte eine Option sein, nachdem Lieberknecht die Stürmer langsam ausgehen. In der laufenden Saison erzielte Canbaz bereits acht Tore in elf Spielen in der Regionalliga und legte drei weitere Treffer auf. Die Mannschaft kennt der türkische U-Nationalspieler aus der Sommervorbereitung, in der er in mehreren Testspielen mitwirkte und auch in dieser Woche bei den Profis mittrainierte.

Weitere Alternativen für das Spiel sind Steve Breitkreuz, Julius Biada und Hendrick Zuck, die nach längerer Verletzungspause wieder zum Team gestoßen sind. Auch Stürmer Christoffer Nyman "fühlt sich sehr gut", so Lieberknecht, und hat grünes Licht von der medizinischen Abteilung bekommen. "Zumindest sitzt er mit im Bus nach Duisburg", verrät der Trainer schon einmal. Wer von den genannten Spielern tatsächlich in Duisburg aufläuft, wird sich zeigen.

Offensiv hui, defensiv pfui

Im Spiel gegen die Zebras sieht Lieberknecht vor allem viel Arbeit auf die Außenverteidiger in der Viererkette der Eintracht zukommen. Augenmerk liegt für den Trainer darauf "Oliveira Souza und Stoppelkamp im Spielbetrieb einzuschränken". Die beiden Außenbahnen der Duisburger sind für die Offensivaktionen zuständig, Stoppelkamp ist zudem mit fünf Treffern bisher bester Torschütze.

Bei aller Offensivqualität haben die Blau-Weißen in der Defensive große Lücken. Bisher 19 Gegentore sind Negativwert der Liga. Das weiß natürlich auch Lieberknecht. "Wir haben einige Möglichkeiten gesehen, wie man gegen Duisburg zu Toren kommen kann und uns entsprechend darauf vorbereitet."

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Symbolbild
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