Braunschweig 

In mahnender Erinnerung: Kranzniederlegung zur Pogromnacht

Vor der Gedenktafel an der ehemaligen Synagogen gedachte man den Gräueltaten der Pogromnacht.
Vor der Gedenktafel an der ehemaligen Synagogen gedachte man den Gräueltaten der Pogromnacht.
Foto: Giana Holstein

Braunschweig. In Gedenken an die furchtbaren Geschehnisse in der Reichspogramnacht am 9. November 1938 hat heute an der Gedenktafel in der Alten Knochenhauerstraße eine Kranzniederlegung stattgefunden. Es kamen viele Menschen unterschiedlichen Alters.

Der Zweifel bleibt

Renate Wagner-Redding, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Braunschweigs, hielt nach der offiziellen Kranzniederlegung eine Rede. Sie betonte, wie sehr die geflohenen Juden auch noch nach Ende des dritten Reichs am Zweifeln waren, ob sie nach Deutschland zurückkehren sollten, dass diese es aber trotz des Geschehenen für die Demokratie gemacht haben. Sie nannte die Tatsache, dass eine rechtspopulistische Partei im Bundestag sitzt "mehr als meschugge, das ist beschämend" und appellierte an die Demokraten, dass der Schutz von Minderheiten und die Religionsfreiheit von immenser Bedeutung sind.

Kantorin Svetlana Kundish trug die Gebete "El Male Rachamin" und "Kaddisch" vor.