Braunschweig 

Schnellecke-Streik: Heute Braunschweig - bald Wolfsburg?

Die Verdi-Mitglieder versammelten sich vor dem Schnellecke-Betriebsgelände in Braunschweig.
Die Verdi-Mitglieder versammelten sich vor dem Schnellecke-Betriebsgelände in Braunschweig.
Foto: Verdi
  • Tarifstreit in Speditions- und Logistikbranche.
  • Verdi fordert mehr Einkommen und Urlaub.
  • Nächste Tarifrunde am 30. November.

Braunschweig/Wolfsburg. Jetzt also Schnellecke. Auch am zweiten Tag nach den unterbrochenen Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband hat die Gewerkschaft Verdi in der Region zum Streik aufgerufen.

Am Mittwochvormittag, 22. November, versammelten sich die Gewerkschaftsmitglieder bei der Schnellecke Transportlogistik vor dem Betriebsgelände in Braunschweig. Sie streikten unter dem Motto "Gemeinsam Mehr Bewegen". Sie hielten Banner hoch und wollten so ein Zeichen für ihre Forderungen setzen.

Bisher ohne Ergebnis

Am Montag war die dritte Tarifverhandlungsrunde für die Beschäftigten der niedersächsischen Speditions- und Logistikbranche ohne Ergebnis zu Ende gegangen. "Wir wollen endlich einen modernen und zukunftsfähigen Tarifvertrag, wo sich die Kolleginnen und Kollegen auch wieder finden", sagte René Kissau (Schnellecke-Betriebsrat und Mitglied der Verdi-Verhandlungskommission).

Die Streiks im Land Niedersachsen sollen den Druck auf den Arbeitgeberverband erhöhen. "Die Kolleginnen und Kollegen sind bereit für einen modernen Tarifvertrag zu kämpfen", so Sven Paschke (Verdi-Gewerkschaftssekretär aus Wolfsburg). Weitere Streiks seien nicht ausgeschlossen.

Jetzt das Stammwerk?

Also scheint es auch möglich, dass Verdi nach dem nächsten Verhandlungstag am Donnerstag kommender Woche auch am Schnellecke-Stammsitz in Wolfsburg zum Ausstand aufruft.

Hintergrund: Verdi fordert unter anderem Einkommensverbesserungen in Höhe von 6,5 Prozent für 12 Monate sowie drei Tage mehr Urlaub. Auch der Nachtarbeitszuschlag soll von von 15 auf 30 Prozent erhöht werden.