Braunschweig 

Frau als Feuerteufel vor Gericht - Rache für Trennung?

Symbolbild
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Foto: dpa

Braunschweig/Seesen. Treffen die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Braunschweig zu, war eine heute 57-jährige Frau im Frühjahr als Rache-Engel in Seesen unterwegs. Weil sich ihr Freund von ihr am Vortag getrennt habe, sei sie am 26. April zum Haus ihres Ex in Seesen gefahren und habe Feuer gelegt.

Dafür steht sie nun ab dem heutigen Montag, 11. Dezember, ab 9 Uhr vor dem Landgericht in Braunschweig. Der Vorwurf: Versuchte schwere Brandstiftung

Bei ihrer Tat, so die Anklagebehörde, habe die Frau nicht nur "billigend in Kauf genommen", dass sich die von einem angezündeten Karton ausgehenden Flammen auf das gesamte Fachwerkhaus ausbreiten. Sie habe auch in Kauf genommen, dass der im Haus lebende Stiefvater ihres Ex-Freundes dem Feuer zum Opfer fällt.

Der Mann ist krankheitsbedingt auf ständige Sauerstoffversorgung angewiesen und habe bei dem Brand eine Rauchvergiftung erlitten. Dass er gerettet und das Haus vor völliger Zerstörung bewahrt werden konnte, schreibt die Staatsanwaltschaft der Aufmerksamkeit der anderen Hausbewohner zu.

"Ich steck' dir die Bude an!"

Schnell fiel der Verdacht auf die 57-Jährige: Diese soll unmittelbar nach der Trennung ihrem bisherigen Freund gedroht haben, ihm "die Bude anzustecken". Dies habe sie dann auch umgesetzt, nachdem sie sich ordentlich einen angetrunken hatte.

Ein Urteil könnte bereits am Mittwoch fallen. Insgesamt hat das Landgericht nur zwei Verhandlungstage angesetzt; die Fortsetzung findet am 13. Dezember statt.