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Feuer in Flüchtlingsheim: Wachmann gesteht

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Der angeklagte Ex-Wachmann mit seinem Verteidiger Claus Mielke (l.). Foto: Siegfried Denzel

Braunschweig. 

Ein Wachmann hat gestanden, in einem Flüchtlingsheim in Braunschweig einen Brand gelegt zu haben. Beim Prozessauftakt im Landgericht Braunschweig sagte der 22-Jährige am Montag: „Es war eine Kurzschlusshandlung, die mir sehr leid tut.“

Seine Tat im vergangenen Sommer habe sich aber nicht gegen die Bewohner der Unterkunft gerichtet, sondern sei eine Reaktion auf einen Streit mit seiner Freundin gewesen. Weil ein Bewohner der Unterkunft das Feuer bemerkte, konnte es sich nicht groß ausbreiten. Der Bewohner zog sich leichte Brandwunden zu, weitere Verletzte gab es nicht.

Anklage eingeräumt

Der angeklagte 22 Jahre alte Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes räumte ein, dass er ein brennendes Handtuch in eine der Wohnungen in dem Flüchtlingsheim geworfen habe. Nach einem Telefonat mit seiner Freundin habe er Wut abbauen müssen, sagte der Mann und entschuldigte sich mehrfach für seine Tat.

Ein Betreuer des 22-Jährigen berichtete von schweren persönlichen Problemen des Angeklagten, der im Leben oft überfordert sei. In dem Prozess sollen vier weitere Zeugen gehört werden.