Braunschweig 

Friedlich im Stadion: Initiative schult Eintracht-Fans

Der Fan-Boykott im Eintracht-Stadion ist seit dem Bochum-Spiel am 21. Oktober vorbei (Archivbild).
Der Fan-Boykott im Eintracht-Stadion ist seit dem Bochum-Spiel am 21. Oktober vorbei (Archivbild).
Foto: dpa

Braunschweig. In der letzten Spielzeit der Braunschweiger Eintracht haben rund 180 Fans wegen der Vorfälle bei der Partie in Hannover bundesweite Stadionverbote. Jetzt hat die Initiative Blau-Gelbe Hilfe e.V. (BGH) eine Möglichkeit gefunden, die den Betroffenen Aussicht auf eine Bewährungsstrafe geben kann.

Laut einer Mitteilung der Initiative sind die Stadionverbote überwiegend für mindestens zwei Jahre ausgesprochen worden. Nach Gesprächen mit dem Fanbeauftragten von Eintracht Braunschweig, den Stadionverbotsbeauftragten von Hannover und Eintracht hat die BGH einen ganztägigen Workshop entwickelt, in dem die Teilnehmer das Thema Fußball und Gewalt aus verschiedenen Perspektiven betrachten und das eigene Handeln reflektieren.

Zwei Erfolge verbucht

Das Konzept mit den Themenfeldern "Opferempathie", "Juristische Konsequenzen", "Best Practice" (Beispiele für friedlichen Support) und "Gewaltprävention" überzeugte alle beteiligten Institutionen. Zwei Workshoptage hat es nun bereits gegeben, an denen insgesamt 127 Betroffene teilgenommen haben. Laut BGH kann sich dies positiv für sie auswirken. indem das Stadionverbott für die noch ausstehende Zeit zur Bewährung ausgesetzt wird.

Für zwei Fans ist diese Aussicht bereits Realität geworden. Zwei Wochen nach der Teilnahme an dem Workshop setzte Eintracht Braunschweig als aussprechender Verein, die jeweils bundesweit geltenden Stadionverbote auf Bewährung aus. Jetzt hoffen die Initiatoren, dass weitere Stadionverbote zur Bewährung ausgesetzt werden sollen.

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