Braunschweig 

Braunschweig: Zu viel Arbeit für zu wenig Geld

Vor allem im Gastgewerbe werden viele Überstunden gemacht - unbezahlt (Symbolbild).
Vor allem im Gastgewerbe werden viele Überstunden gemacht - unbezahlt (Symbolbild).
Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Braunschweig. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat vor Extrem-Arbeitszeiten in Braunschweig gewarnt. Die rund 3.400 Beschäftigten des Gastgewerbes und etwa 960 Mitarbeiter in der Ernährungsindustrie müssten an Wochenenden und nachts arbeiten und jede Menge unbezahlte Überstunden leisten, so die Gewerkschaft.

66,4 Millionen Überstunden

"Flexibilität im Job kann nicht einseitig auf Kosten der Beschäftigten gehen“, macht NGG-Geschäftsführer Manfred Tessmann deutlich. Auf dem heimischen Arbeitsmarkt sei hier längst etwas aus der Balance geraten: So leisteten Arbeitnehmer in Niedersachsen im vorletzten Jahr 66,4 Millionen Überstunden – 54 Prozent davon unbezahlt.

"Auch in Braunschweig subventionieren Beschäftigte jeden Tag Unternehmensgewinne durch Gratis-Stunden. Statt immer wieder zu fordern, die Arbeitszeiten zu lockern, sollten die Arbeitgeber die vorhandene Mehrarbeit lieber auf mehr Schultern verteilen und neues Personal einstellen“, fordert Tessmann.