Braunschweig 

Warnstreik in Braunschweig: VW unter Druck

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, traten rund 7.000 Beschäftigte der Braunschweiger Volkswagen-Standorte, der Volkswagen Financial Services AG und der Volkswagen Group Services  in den Warnstreik.
Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, traten rund 7.000 Beschäftigte der Braunschweiger Volkswagen-Standorte, der Volkswagen Financial Services AG und der Volkswagen Group Services in den Warnstreik.
Foto: IG Metall

Braunschweig. Nicht nur in Wolfsburg, auch in Braunschweig haben Tausende VW-Mitarbeiter die Arbeit niedergelegt. Nach Angaben der IG Metall haben am Donnerstag, 1. Februar, rund 7.000 VW'ler beim Warnstreik mitgemacht.

"Spüren nichts"

Eva Stassek, erste Bevollmächtigte der IG Metall Braunschweig, sagte zum Verhandlungsstand: "Wir haben von Volkswagen ein verhandlungsfähiges Angebot erwartet. Davon konnten wir in den Verhandlungen nichts spüren. Diese Verweigerungshaltung gegenüber unseren Forderungen werden wir nicht akzeptieren!"

"Noch eine Schippe"

Ähnlich sah es auch Uwe Fritsch, Betriebsratsvorsitzender Volkswagen Braunschweig: "Den Beschäftigten ein Angebot zu machen, das sich noch unterhalb der Fläche bewegt, ist eine Frechheit. Mit Wertschätzung hat das nichts zu tun. Wenn sich das Unternehmen jetzt nicht bewegt, legen wir noch eine Schippe drauf."

Gute Ausbildung

Der JAV-Vorsitzender Volkswagen Braunschweig, Oussama Ben Romdhane, sah nach vorn: "Die Herausforderungen der Zukunft wird Volkswagen nur mit gut ausgebildeten Fachkräften meistern können. Dazu gehört, dass Volkswagen weiterhin unverändert ausbildet."

Angebot oder Provokation?

Mark Seeger, IG Metall-Vertrauenskörperleiter bei Volkswagen Braunschweig, fand klare Worte: "Das Unternehmen nennt es ein Angebot. Ich nenne es eine Provokation. Heute geben wir die passende Antwort darauf."

Am Dienstag war die dritte Tarif-Verhandlungsrunde für die Beschäftigten bei Volkswagen ergebnislos zu Ende gegangen. Gesamt-Bestriebsratschef Bernd Osterloh hatte beim Warnstreik in Wolfsburg angedeutet, dass der Ausstand noch ausgeweitet wird, sofern VW sich nicht bewegt.