Braunschweig 

Fahrer in Seenot: Polizei ist gnädig - teuer wird's trotzdem

Als die Helfer die Tür des Wagens öffnen, schwappte es ihnen entgegen.
Als die Helfer die Tür des Wagens öffnen, schwappte es ihnen entgegen.
Foto: Florian Kleinschmidt/bestpixels.de

Braunschweig. Der am Donnerstagabend zwischen Veltenhof und Watenbüttel in "Seenot" geratene Autofahrer bekommt trotz der Missachtung von Verkehrszeichen keinen Ärger mit der Polizei. Das sagte Polizeisprecher Stefan Weinmeister auf Nachfrage von news38.de.

"Sein Schaden ist groß genug" - in solchen Fällen können die Ordnungshüter auf eine Ordnungswidrigkeitenanzeige verzichten, betonte Weinmeister.

Denn weit größeren erzieherischen Wert als ein Bußgeld dürfte der immense Sachschaden am BMW haben: Als der Fahrer mit seinem Wagen die wegen Überflutung gesperrte Verbindungsstraße zwischen Veltenhof und Watenbüttel trotz Sperrschildern passieren wollte, schwamm der Wagen auf, trieb von der Straße ab und lief bis zu den Fenstern voll mit Okerwasser.

Der Fahrer rettete sich auf Anraten der Feuerwehr aufs Autodach, wo er bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte ausharren musste. Die Quittung dürfte folgen: Auch wenn die Polizei auf Schritte gegen den Mann verzichte - weil sich er sich "grob fahrlässig bis vorsätzlich in Gefahr gebracht" habe, werde eine Gebührenrechnung folgen, hieß es von der Feuerwehr.

Ob die Versicherung für den Fahrzeugschaden aufkommt? "Der Fahrer wird es schwer haben, seinem Versicherer zu erklären, warum er trotz Verbots da entlangfahren musste", meinte ein ADAC-Sprecher.