Braunschweig 

Tod vor 73 Jahren: Braunschweiger erinnern an Nazi-Opfer

Die Kränze liegen am Jasper-Denkmal in Braunschweig.
Die Kränze liegen am Jasper-Denkmal in Braunschweig.
Foto: Hannes Kalter

Braunschweig. Die Stadt Braunschweig hat an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Der Anlass der heutigen Gedenkstunde war der Todestag von Braunschweiger Ministerpräsident Heinrich Jasper - ein bekanntes NS-Opfer.

Im stillen Gedenken haben Annegret Ihbe (Bürgermeisterin, SPD), Anke Kaphammel (Bürgermeisterin, CDU) und Christoph Bratman (SPD) verschiedene Kränze am Jasper-Denkmal niedergelegt.

80 Jahre nach der Prognomnacht in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 gedenkt die Stadt Braunschweig am Montag, 19. Februar, an Heinrich Jasper am Ruhfäutchenplatz in Braunschweig - stellvertretend für die zahlreichen Bürger, die durch organisierte Gewaltmaßnahmen sterben mussten.

Wer war Heinrich Jasper?

Heinrich Jasper wurde am 21. August 1875 im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen geboren. Er war sozialdemokratischer Politiker, Mitglied in der Nationalversammlung und Abgeordneter des Braunschweiger Landtages.

Heute vor 73 Jahren verstarb er in einem Konzentrationslager in Bergen-Belsen als Verfolgungsopfer durch das NS-Regime.

Für die Braunschweiger war und ist Heinrich Jasper ein Mensch mit hohem Symbolwert und hoher Symbolkraft. So erklärt Christopher Bratman, dass "es sehr viele Erinnerungsmerkmale an Anne Frank gibt, aber für Heinrich Jasper gab es bisher noch keine Gedenktafel und das sehen wir, nicht nur aus Braunschweiger Sicht, als unzureichend an und deswegen setze ich mich dafür ein das auch Heinrich Jasper angemessen angedacht wird."