Braunschweig 

Neue Trickbetrüger-Welle schwappt durch Braunschweig

Neun Betrugsfälle in Braunschweig: Eine Seniorin wurde bestohlen. Eine andere hatte Glück: Sie gab an, nichts zu besitzen, woraufhin der Betrüger verschwand (Symboldbild).
Neun Betrugsfälle in Braunschweig: Eine Seniorin wurde bestohlen. Eine andere hatte Glück: Sie gab an, nichts zu besitzen, woraufhin der Betrüger verschwand (Symboldbild).
Foto: dpa

Braunschweig. Die Polizei Braunschweig bittet um erhöhte Wachsamkeit: Derzeit sind viele Trickbetrüger im Stadtgebiet unterwegs, die unterschiedliche Maschen nutzen – und damit schon Erfolg hatten - allein am Mittwoch wurden neun Fälle bekannt.

Laut Polizei klopfte es in Stöckheim, Broitzem und Schwarzer Berg an der Haustür: Zwei Männer gaben sich als Telekom-Mitarbeiter aus und zeigten einen Ausweis. Die Unbekannten behaupteten, etwas messen zu müssen oder die Telefonanlage prüfen zu wollen – so kamen sie dann in die Wohnungen.

Eine 81-Jährige glaubte den Betrügern und ließ sie ins Haus. Während einer sie mit dem Bedienen ihres Fernsehgerätes ablenkte, bediente sich der andere Bargeld und Schmuck. Bei den anderen Besuchen machte das Verhalten der Männer die Bewohner misstrauisch - sie behielten die Betrüger im Auge oder schickten sie gleich aus dem Haus.

Misstrauen geweckt

In der Waterloo- und Saalestraße versuchten angebliche Kriminalbeamte zur Mittagszeit zwei Bewohner zu täuschen - ohne Erfolg. Die falschen Polizisten hatten den 76-Jährigen und eine 90-Jährige angesprochen, als sie gerade reingehen wollten. Dann behaupteten sie, dass bei den Senioren eingebrochen worden war.

Als der Rentner verlangte, den Ausweis näher zu sehen, verschwand der Fremde. Auch die 90-Jährige verhielt sich vorbildlich: Als der Mann in ihre Wohnung wollte, ließ sie ihn nicht rein und klingelte bei der Nachbarin - daraufhin flüchtete er schnell.

Eine 76-Jährige im Siegfriedviertel ließ einen angeblichen Kripo-Beamten zwar in die Wohnung, konnte ihn aber davon überzeugen, dass sie keine Wertsachen besitzt.

Am Telefon ausgefragt

Zwei weitere Braunschweiger erhielten Anrufe von angeblichen Polizisten, die sie nach vorhandenem Geld und Schmuck ausfragten. In einem Fall sollte Geld überwiesen werden.

Sofort 110 anrufen

Die Polizei rät zu erhöhter Vorsicht und Misstrauen bei solchen Ereignissen. Betroffene werden gebeten, sofort den Notruf 110 zu wählen, um die Polizei zu informieren.