Braunschweig 

Lokführer krank: Bahn streicht Regio-Züge

Nicht einsteigen: Allein am heutigen Freitag fallen mehrere Regionalbahnen zwischen Braunschweig, Salzgitter, Helmstedt und Schöppenstedt aus (Archivbild).
Nicht einsteigen: Allein am heutigen Freitag fallen mehrere Regionalbahnen zwischen Braunschweig, Salzgitter, Helmstedt und Schöppenstedt aus (Archivbild).
Foto: Siegfried Denzel

Braunschweig/Salzgitter/Helmstedt. Die Grippewelle ist zwar (fast) vorbei, der Krankenstand bei der Deutschen Bahn ist aber trotzdem hoch. Die Folge: Zwischen Braunschweig und Salzgitter-Lebenstedt sind in dieser Woche etliche Zugverbindungen ausgefallen. Allein am Freitag waren mehrere Verbindungen der Regionalbahn-Linien 48 betroffen.

Auch die RB 40 zwischen Braunschweig und Helmstedt (laut Plan 13.49 Uhr ab Braunschweig) und RB 45 von Braunschweig nach Schöppenstedt (17.57 Uhr und 19.57 Uhr) fallen aus.

"Grund hierfür ist überdurchschnittlich hoher Krankenstand in Verbindung mit außergewöhnlich vielen kurzfristigen Krankmeldungen", berichtete eine Bahnsprecherin gegenüber news38.de. Zwar seien "alle Mitarbeiter, die eine Fahrberechtigung haben, auf der Strecke unterwegs" - doch deren Zahl reiche nicht, um den Fahrplan komplett zu erfüllen.

Ab Montag wieder nach Fahrplan?

Die Sprecherin setzt nun auf das Wochenende, damit sich ihre kranken Kollegen auskurieren können: "Wir gehen derzeit davon aus, dass ab Montag wieder alle Leistungen fahren können."

Die von den Ausfällen betroffenen Fahrgäste bitte die Bahn "um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten".

Bahn: Verstärkung dringend gesucht

Indirekt verweist die Unternehmenssprecherin auf eine dünne Personaldecke bei der Bahn. So bilde man derzeit gezielt Triebfahrzeugführer aus; außerdem stelle auch die DB-Tochter Regio Nord ausgebildete Lokführer ein. Und nicht zuletzt betont sie die Möglichkeit, "sich für das aktuelle Ausbildungsjahr zu bewerben".

Bereits die Entschärfung einer Fliegerbombe in Berlin und die zeitweilige Vollsperrung des dortigen Hauptbahnhofs hatte den Bahnverkehr unter anderem in Braunschweig und Wolfsburg durcheinander gebracht; betroffen hiervon war allerdings der Fernverkehr.