Braunschweig 

Neues Gewerbegebiet: Bürger warnen OB Markurth

Gegner des geplanten Gewerbegebiets haben dieses Transparent auf einer noch landwirtschaftlich genutzten Fläche aufgespannt.
Gegner des geplanten Gewerbegebiets haben dieses Transparent auf einer noch landwirtschaftlich genutzten Fläche aufgespannt.
Foto: Rudolf Karliczek

Braunschweig/Salzgitter. Mit einem offenen Brief am Oberbürgermeister Ulrich Markurth (SPD) versucht die Bürgerinitiative "SüdWest Braunschweig", doch noch das geplante interkommunale Gewerbegebiet in Braunschweig und Salzgitter zu verhindern.

Die Hauptargumente: Würden die bislang überwiegend landwirtschaftlich genutzte Fläche von 300 Hektar tatsächlich umgewandelt, wären wertvolle Ackerflächen unwiederbringlich verloren. Das Argument ist nicht neu: Bereits im Bauausschuss von Salzgitter hatte die Fruchtbarkeit der Felder für heftige Diskussionen zwischen Befürwortern und Gegnern des geplanten Gewerbegebiets gesorgt.

Sorge um Luftqualität in Braunschweig

Allerdings argumentieren die Mitglieder von "SüdWest Braunschweig" nicht nur mit der Bodenqualität, die nach ihrer Darstellung mit zur besten in ganz West- und Mitteleuropa gehöre: Laut offenem Brief leben mindestens fünf geschützte Tierarten in dem Gebiet; ihre Umsiedlung würde den Steuerzahler rund fünf Millionen Euro kosten, schätzen sie.

Außerdem, so BI-Sprecher Edgar Vögel, würde das Gewerbegebiet Auswirkungen auf die Luftqualität in Braunschweig haben: 70 Prozent der sauberen Luft strömen demnach aus südwestlicher Richtung in die Stadt - dort aber wären dann Industrie- und Gewerbebetriebe.

Machbarkeitsstudie: Ergebnisse im Mai?

Bislang haben die Stadtverwaltungen von Braunschweig und Salzgitter Kritiker auf die Machbarkeitsstudie verwiesen, welche die Räte beider Städte vor gut eineinhalb Jahren in Auftrag gegeben habe. Sie soll voraussichtlich Anfang Mai vorgelegt werden.

Die Mitglieder der BI fürchten jedoch, dass der Bericht "positiv im Sinne der Befürworter" ausfallen wird.