Braunschweig 

Anklage gegen Ex-Polizeichef abgelehnt: So geht's weiter

Hans-Ulrich Podehl, der frühere Leiter der Polizeiinspektion Wolfsburg.
Hans-Ulrich Podehl, der frühere Leiter der Polizeiinspektion Wolfsburg.
Foto: dpa

Braunschweig/Wolfsburg. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat Beschwerde gegen die Ablehnung ihrer Anklage gegen den früheren Wolfsburger Polizeichef Hans-Ulrich Podehl eingelegt. Nun muss das Oberlandesgericht Braunschweig darüber befinden, ob das Landgericht die Korruptionsvorwürfe gegen den Kriminaldirektor zu Recht als nicht stichhaltig genug eingeschätzt hat oder nicht.

Nach Informationen der Wolfsburger Nachrichten unterstützt die Generalstaatsanwaltschaft die Beschwerde der Anklagebehörde gegen den sogenannten Nichteröffnungsbeschluss des Landgerichts. Die Strafverfolger sehen sehr wohl einen hinreichenden Tatverdacht, dass sich der Kriminaldirektor der Bestechlichkeit schuldig gemacht hat.

Auf privater Ebene "erkenntlich"?

Der 61-Jährige habe einer Beamtin einen Posten in der damals von ihm geleiteten Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt angeboten, wenn diese sich ihm gegenüber "auf privater Ebene erkenntlich zeige".

Bereits im September vergangenen Jahres hatte die Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen Stalkings eingestellt. Der Vorwurf damals: Er soll Kripo-Chefin Imke Krysta nachgestellt und die ihm unterstellte Beamtin mit WhatsApp-Nachrichten überhäuft haben.

In der Folge war Podehl 2016 als Inspektionsleiter abgelöst worden.